Der Immobilenmarkt in Mettmann, Was ist zu beachten?

Vortrag in der Kreissparkasse Mettmann: Beim Hausverkauf entscheidet die Lage

Wie man den privaten Immobilienverkauf richtig angeht und welche Schwierigkeiten es dabei zu beachten gilt, erklärte jetzt der LBS-Immobilienexperte Harald Meyer bei einem Infoabend in der Kreissparkasse.

Wer eine Immobilie besitzt, kommt vielleicht auch irgendwann an den Punkt, diese verkaufen zu wollen. Wie man den privaten Immobilienverkauf richtig angeht und welche Schwierigkeiten es dabei zu beachten gilt, erklärte LBS-Immobilienexperte Harald Meyer in der Kreissparkasse am Jubiläumsplatz. Meyer ist seit 23 Jahren in der Branche tätig und hatte entsprechend viele Anekdoten aus der Praxis dabei. Den Gästen zeigte er einmal einen kompletten Verkauf am Beispiel eines Einfamilienhäuschens mit Wintergarten – von der Preisbestimmung bis zum Kaufvertrag.

Wie sich zeigte, interessierten sich viele Mettmanner vor allem für die ersten Schritte zum Verkauf. Wie man den Wert seines Hauses richtig bestimmt, war eine häufig gestellte Frage. Meyer riet, sorgfältig auf regionale Feinheiten zu achten. „Den einen Immobilienmarkt gibt es nicht“, sagte er. Selbst für eine Stadt ließe sich kein Pauschalurteil fällen. „Im Großen und Ganzen haben sie sicher das Gefühl, dass die Preise in Mettmann gestiegen sind, und das stimmt auch.“ Für die Preisbestimmung der Immobilie sei aber die ganz genaue Lage wichtig – „da können Straßen entscheiden.“

Den angehenden Verkäufern riet der Experte, wie ein Käufer zu denken. „Am besten schaut man sich auf den gängigen Onlineportalen, bei Tageszeitungen und bei Maklern an, was für vergleichbare Häuser im eigenen Viertel genommen wird.“ Zusätzlich zum Blick auf den Markt empfahl er Hilfsmittel wie Bodenrichtwertskarten. „Hier gilt allerdings: Wer solche Karten nicht richtig interpretiert, kommt schnell zu Fehlurteilen.“ Ein professioneller Gutachter könne dabei helfen. Die vierstelligen Kosten, die man dafür kalkulieren müsse, lohnten sich oft: Meist sei die Preisbestimmung besser und die Immobilie könne schneller verkauft werden.

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Auf einen Makler könne man dagegen in der Regel verzichten, meint der LBS-Mitarbeiter. Da Makler kein geschützter Ausbildungsberuf sei, gerate man da leicht an schwarze Schafe. Viele Makler sind nach Meyers Einschätzung „einfach schlecht.“ Mit ein bisschen Vorbereitung sei es aber kein Problem, eine Immobilie im Alleingang zu verkaufen – dem Internet sei Dank. „90 Prozent der Immobilienverkäufe laufen heute über das Netz.“ Mit Marktrecherche könne man daher nie früh genug anfangen. Meyer riet: Selbst wenn man jetzt noch nicht verkaufen möchte, lohnt ein Blick auf die Angebote in der Stadt.

In Mettmann existiert seit Jahren der Trend, dass Eigentümer den Wunsch haben, aus einem Ortsteil in die Innenstadt zu ziehen. So sind in den vergangenen Jahren beispielsweise die Neubaugebiete am Friedhof Goethestraße oder am Stadtwald entstanden. Die Vermarktung war kein Problem, die Nachfrage sehr groß. Auch am Schellenberg entstand stadtnah auf einer ehemaligen Industriebrache ein kleiner Stadtteil. Auch hier war die Nachfrage groß.

Allerdings hört man von heimischen Maklern, dass die Preise beispielsweise für Eigentumswohnungen in der Innenstadt extrem angezogen sind. Die Besitzer eines Einfamilienhauses in Metzkausen oder Mettmann-Süd, das vielleicht aus den 70er Jahren stammt, erhoffen sich beim Verkauf einen hohen Preis. Vergessen allerdings bisweilen, dass es in dem Haus eineb Sanierungsstau gibt, der den Preis drückt.