Wülfrath : Der HWM steht

Trotz verschärfter Sicherheitsauflagen nach Duisburg soll der Herzog-Wilhelm-Markt in gewohntem Umfang stattfinden. Vier Budenbetreiber sind abgesprungen.

Allen in den letzten Wochen gehörten Bedenken zum Trotz wird es auch in diesem Jahr einen Herzog-Wilhelm-Markt geben. Die Kuh ist vom Eis. Mit Ordnungsamt, Planungsamt und Feuerwehr erstellte der HWM-Förderverein einen Plan, der dem Sicherheitskonzept der Stadt gerecht wird. Auf dessen konsequente Einhaltung wird nach dem Unglück von Duisburg strikt geachtet.

"Wir dürfen im Außenbereich nur Buden aufstellen, wenn sie 2,5 Meter von den Häusern entfernt stehen. Egal, was darin verkauft wird", erklärte Vereinsvorsitzender Hans-Peter Altmann die Grundüberlegung des Konzepts auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Gasthof Becker. Bei feuerhemmender Sicherung der Buden nach "f30" hätte der Abstand einen Meter betragen dürfen. "Wir haben auch Überlegungen mit entsprechendem Anstrich angestellt. Der müsste allerdings überprüft werden. Die Zeit haben wir nicht", sagte Vorstandsmitglied Thomas Rößler.

Der Computer-Spezialist demonstrierte mit Power Point, wie mit dem Planungsamt bei der Aufstellung der betroffenen fünf Buden und der gegenüberliegenden Bühne "jongliert" wurde. Fazit: Die Buden – abzüglich der Bagagebude – kämen auf den Rasen vor der Kirche. Dort müssen Maßnahmen gegen Rutschgefahr und Stolperfallen ergriffen werden.

Die Bühne würde vor die Häuser gestellt, allerdings eine, die zwecks Minderung der Sichtbehinderung zwei Meter schmaler und deutlich flacher ist als die des Vorjahres. "Ich habe mit einem Anwohner gesprochen. Er ist einverstanden", resümierte Rößler. Bei dieser Buden-/ Bühnenkonstellation wäre der Markt mit 31 Buden (wie gehabt) bestückt. Nach derzeitigem Stand beteiligen sich indes vier Betreiber nicht am 36. HWM: Feuerwehr-Förderverein, Kreissparkasse/Kalkstädter, Kleinert mit Kartoffelhaus und Schmuckhütte Engelen. Sollte sich hierfür bis 16. September Ersatz finden, greift das neue Planungskonzept. "Sonst kommt die Bühne an die alte Stelle.

Konzept gilt für mehrere Jahre

Die betroffenen Budenbetreiber müssten sich für einen anderen Platz entscheiden", sagte Altmann. Man solle daran denken, dass das Konzept auch in den nächsten Jahren gültig sein müsse, gab Rößner zu bedenken. Ihm reichten zwei neue Budenbetreiber für die Umsetzung des Konzepts.

Im kurzen Rückblick auf den HWM 2010 zog Altmann eine positive Bilanz, trotz Problemen mit Wetter und eingefroren Leitungen. "Wir haben 5000 Euro plus gemacht. Die ursprünglich gedachte Reduzierung der Miete um zehn Prozent wird sich jetzt allerdings nicht umsetzen lassen." Zum 36. HWM wolle man bei der Stadt beantragen, bei Schnee mit dem "Wägelchen" den Mittelweg frei zu halten. Wenn in der Fußgängerzone zur Markt-Zeit Baumaßnahmen stattfinden, werde für Rollstuhlfahrer ein extra Eingang geschaffen.

(rmg)