Wülfrath: Der Heimatmaler

Wülfrath: Der Heimatmaler

Willi Münch stellt eine kleine Auswahl seiner Bilder für einen guten Zweck zur Verfügung.Die Verkaufsausstellung läuft sieben Wochen lang im Café Schwan.

Mit Kennerblick, Heimatliebe, künstlerischer Hand und Liebe zum Detail hat Willi Münch (geboren 24. Dezember 1930) im Laufe der Jahre Wülfrather Szenen und Persönlichkeiten in unendlich großer Zahl auf Papier oder Leinwand festgehalten. Eine kleine Auswahl ist jetzt unter dem Ausstellungstitel, „Winter-Wülfrath-Weihnachtsstimmung“, im Café Schwan mit freundlicher Unterstützung von Eigentümerin Renate Weisemann zu sehen. Nach Vorstellung von Karl-Heinz Nacke, der die Ausstellung ins Leben rief und den Hauptanteil der Exponate zur Verfügung stellte, sollen möglichst viele Einheimische sowie Auswärtige, die zum Herzog-Wilhelm-Markt (HWM) strömen, kommen, gucken und kaufen.

Für UNICEF und Alleinstehende

Der Erlös der Bilder ist zum Teil für das Kinderhilfswerk „UNICEF“ bestimmt. Zu ihm könne man wieder Vertrauen haben, nach dem es im letzten Jahr in die Schlagzeilen geriet, betonte Nacke bei der Ausstellungseröffnung. Der andere Teil soll in Wülfrath bleiben. „Man macht sich keine Vorstellung davon, wie viel Armut es in dieser Stadt gibt“, sagte er. Wenn man auch nicht allen helfen könne, für 60 Alleinstehende, die über Stadt und Wülfrather Tafel angesprochen werden, soll Samstag vor dem 4. Advent im Café Schwan eine kleine Feier ausgerichtet werden –mit Kaffee und Kuchen, bergischen Geschichten und Gedichten mit Willi Münch in „bester Schmachtenberg-Manier“ und Geigenklängen mit Christian Ziegler.

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Willi Münch hat in den ausgestellten Arbeiten stimmungsvolle Buden-Szenen auf dem HWM festgehalten, das Gedrängel vor der Bühne bei der Eröffnung, Wintereinbruch an der Loev mit Brunnen und Preußenadler, Schlitten fahrende Kinder, winterliche Motive in Düssel. „Das ist die Weihnachtsgeschichte, wie sie als Fresko mal an der Chor-Wand der Stadtkirche war“, zeigte Münch auf eine Krippen-Szene. Auf einem Bild hat er eine Wülfrath-Ansicht von 1618 rekonstruiert, mit Dorfmauerung und Burgweier. Sollte der Ansturm auf die Bilder sehr groß sein, haben Nacke und Münch noch zusätzliche Werke in petto.

Das nächste Mal gibt’s Cartoons

Möglicherweise soll die Benefiz-Ausstellung in den nächsten Jahren fortgesetzt werden. „Ich bin schon oft angesprochen worden, ob ich nicht mal etwas von meinen Cartoons zeigen will“, nannte Willi Münch im RP-Gespräch ein Beispiel für das nächste Mal. Wenn er Rahmen zur Verfügung gestellt bekäme, würde er es machen.

(RP)
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