Mettmann: Den Rücken stärken

Mettmann: Den Rücken stärken

Medi-Sport in Mettmann bietet ein neues Trainingsprogramm an, das individuell auf den Patienten zugeschnitten ist.Die Zielsetzung: Schmerzlinderung des Patienten und die Reduzierung von Dauermedikation.

Nicht nur Horst Schlämmer hat „Rücken“, auch viele andere Menschen leiden unter Rückenschmerzen. Oft sind die Beschwerden vorübergehend. Doch bei vielen Menschen kommen sie wieder und verstärken sich. Langes Sitzen, zu wenig Bewegung schwächen die Muskulatur und erzeugen Schmerzen an der Wirbelsäule, da die Muskulatur sie nicht mehr richtig stützen und halten kann. Hinzu kommen noch chronische Rückenleiden. Das heißt: Die Schmerzattacken dauern länger als drei Monate.

Schweißtreibend aber effektiv

Das Mettmanner Ambulante Rehazentrum (Medi-Sport) bietet jetzt Hilfe an. Unter dem Motto „Deutschland den Rücken stärken“ hat Medi-Sport moderne Trainingsmaschinen angeschafft, die je nach individuellen Beschwerden eingesetzt werden und die Rückenbeschwerden wirkungsvoll behandeln. Die Maschinen sind an einen Computer angeschlossen. Der Patient erhält Vorgaben, die er mit Hilfe des Training erfüllen muss. Eine schweißtreibende, aber effiziente Behandlungsmethode.

Trainiert werden Hüft-, Rumpf-, Nacken- und Halsmuskulatur, die untere Rücken- und Lendenmuskulatur, die geraden Bauchmuskeln und die seitliche Rumpfmuskulatur. Das Forschungs- und Präventionszentrum (FPZ) in Köln hat dieses Programm zur Vorbeugung und Beseitigung von Rückenschmerzen entwickelt.

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Die Stärken und Schwächen des Muskelkorsett lassen sich mit einer biomechanischen Funktionsanalyse exakt bestimmen. In ungefähr 90 Minuten, so Medi-Sport-Geschäftsführerin Sigrun Blauth, entsteht dabei ein „Muskuläres Profil der Wirbelsäule, quasi ein EKG des Rückens. Auf der Basis der Analyseergebnisse entwickelt Medi-Sport ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm. Der Aufwand des Patienten ist denkbar gering: Er trainiert ein bis zwei Einheiten pro Woche. Dauer jeweils 60 Minuten, zehn bis zwölf Wochenlang. Das Ergebnis 30 Prozent mehr Kraft, 60 bis 100 Prozent mehr Leistungsfähigkeit. „Die Regelmäßigkeit und Intensität der Rückenschmerzen nehmen ab. Im Durchschnitt wird jeder zweite Trainingsteilnehmer beschwerdefrei“, sagt Sigrun Blauth.

Voraussetzung für die Teilnahme am FPZ-Konzept, dass operationswürdige Befunde fachärztlich ausgeschlossen sind und postoperative Befunde innerhalb von vier Monaten der Einwilligung des Operateurs bedürfen.

Die therapiebedingten Anpassungserscheinungen werden nach Beendigung nach Beendigung des Programms mit wissenschaftlichen Methoden quantifiziert in einer Abschlussanalyse dokumentiert.

Info: Medi-Sport, Auf dem Hüls 11+20, Mettmann, Tel. 02104-77040.

(RP)
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