Wülfrath: "Dankeschön" an junge Ehrenamtliche

Wülfrath : "Dankeschön" an junge Ehrenamtliche

240 katholische Jugendliche, die sich in den Gemeinden von zehn Städten engagieren, feierten in Wülfrath. Wir fragten drei, warum sie sich engagieren.

Nachdem sie gemeinsam einen Gottesdienst in St. Joseph gefeiert hatten, feierten sie sich im Anschluss selbst. Jährlich bedankt sich die katholische Jugendagentur im Kreis Mettmann mit einer Messe und einer Party bei ihren jungen und engagierten Gemeindemitgliedern. Als das Corneliushaus am Abend dann mit Pommeswagen vor der Tür und professioneller Lichtanlage im Saal zur hippen Disco mutierte, bewiesen rund 240 Jugendliche, wie cool Kirche und Ehrenamt sein können.

Julian Commandeur ist von klein auf durch seine Familie in die Kirche hineingewachsen. Und auch mit 18 Jahren findet er, dass sie immer noch zu ihm passt. Als junger Messdiener profitierte er von dem Engagement der Älteren. Nun möchte er als Jugendgruppenleiter in den Jüngeren Begeisterung für eine aktive Gemeinde wecken. "Am meisten Freude macht das Organisieren der Messdienerfahrten", findet der Abiturient. Durch ihr Engagement sorgen die älteren Jugendlichen dafür, dass die Aktionen und Ausflüge auf Fahrten tatsächlich modern und spaßig sind. "Wir wissen nun einmal am besten, was Kindern und Jugendlichen gefällt", schmunzelt der junge Wülfrather. Sein Engagement wird Julian ab August auch außerhalb Deutschlands unter Beweis stellen: Bald tritt er ein Freiwilliges Soziales Jahr in Irland an.

Malte Niewind (17) und Lena Feichtinger (16) sind ebenfalls als Messdiener in Wülfrath aktiv. "Das ist gar nicht spießig, wie sich das so manch einer vielleicht vorstellt", weiß Lena. Auch wenn bei den wöchentlichen Treffen Aktionen geplant werden, hat es für sie eher den Charakter von einem normalen Nachmittag unter Freunden. Auch sonntags früh in der Messe zu dienen, ist für Malte keine große Sache. "Ich würde sowieso in die Kirche gehen, da kann ich ruhig auch meinen Beitrag leisten."

Lena möchte nach dem Abitur ein Grundschullehramtsstudium in Religion antreten. Ob sie dann immer noch als Messdienerin tätig sein wird, weiß sie noch nicht. "Aber auch dass ich ab und zu den Lektorendienst übernehme, kann ich mir prima vorstellen." Auch wenn die jungen Leute so ganz locker über ihren Einsatz plaudern — Diakon Michael Anhut findet das Engagement der Jugendlichen gar nicht selbstverständlich: "Dass die jungen Leute sich so einbringen, ist etwas ganz Besonderes."

Auch die Verantwortung als Gastgeber der anderen Jugendlichen haben die Wülfrather bravourös gemeistert. "Erst sollte die Party in einer anderen Kommune stattfinden", verrät er. "Als die dann absagte, meldeten sich die Wülfrather mit dem Corneliushaus an und stemmten die ganzen Vorbereitungen in kürzester Zeit", lobt der Diakon seine jungen Ehrenamtler.

(nibo)