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Corona in Mettmann: Griese zu Besuch, Landrat gegen 2. Impfzentrum

Corona im Kreis Mettmann : Impfzentrum: Griese zu Besuch und Landrat erbost

Das Impfzentrum des Kreises Mettmann in Erkrath ist startbereit. Die Bundestagsabgeordnete und Staatssekretärin Kerstin Griese, SPD, besuchte die Einrichtung. Dabei wies Landrat Thomas Hendele Forderungen nach einem zweiten Impfzentrum zurück.

„Die Diskussion um ein zweites Impfzentrum im Kreis Mettmann ist überhaupt nicht hilfreich. Denn es wäre gar nicht darstellbar“, sagt Landrat Thomas Hendele. Am Samstagmorgen besuchte er mit der Staatssekretärin und Bundestagsabgeordneten Kerstin Griese, SPD, das Impfzentrum in Erkrath. Dabei nannte Hendele drei Argumente gegen ein zweites Impfzentrum: Die NRW-Landesregierung gestehe jedem Kreis nur ein Impfzentrum zu. Es würde zudem das Personal und der Impfstoff fehlen, um zwei Impfzentren im Kreis Mettmann zu betreiben. Kerstin Griese äußerte sich beeindruckt von dem, was der Leiter des Impfzentrums Mirko Braunheim ihr zeigen konnte.

In dem Gebäude eines IT-Dienstleisters am Timocom-Platz belegt der Kreis in diesem Jahr drei Etagen. Dort sind sieben Impfstraßen eingerichtet worden. Das Impfzentrum soll den Betrieb aufnehmen, sobald alle rund 150 Altenheime und Pflegeeinrichtungen im Kreis von mobilen Impfteams besucht worden sind. Geplant ist ein Zwölf-Stunden-Betrieb durchgängig an allen sieben Wochentagen. Pro Sechs-Stunden-Schicht werden laut Hendele rund 60 Personen im Impfzentrum arbeiten: Helfer, Ärzte und Apotheker. Bei voller Auslastung könnten 1680 Personen pro Tag geimpft werden. „Es würde rund 200 Tage dauern, um 70 Prozent der Bevölkerung, also 350.000 Menschen, im Kreis Mettmann, zu impfen.“

Kerstin Griese fragte nach der Verkehrsanbindung. Dazu sagte der Leiter des Impfzentrums, Braunheim: In der Nähe halten die Buslinien 741 und O5. Zudem ist der S-Bahnhof Hochdahl nur 500 Meter entfernt. Außerdem gebe es rund 150 Parkplätze.