Wülfrath: CDU-Vorstand will die Bürgermeisterin abwählen lassen

Wülfrath: CDU-Vorstand will die Bürgermeisterin abwählen lassen

Der Parteivorstand der Wülfrather CDU hat einstimmig beschlossen, die Fraktion aufzufordern, im Rat die Abwahl von Bürgermeisterin Barbara Lorenz-Allendorff zu beantragen. "Die Verwaltung muss endlich wieder handlungs- und auskunftsfähig werden. Der Rat muss seiner Aufgabe, Schaden von der Stadt abzuwenden, endlich gerecht werden", begründete Parteivorsitzender Andreas Seidler das Vorgehen.

Die CDU war mit Lorenz-Allendorff 2004 in die Wahl gegangen. "Doch bis heute wissen wir nicht, wofür die Bürgermeisterin steht." Ständige Kritik an ihrer Amtsführung ohne den Weg aus der Krise zu beschreiten, schade dem Ansehen von Rat und Parteien. Wird der Abwahlantrag mindestens von der Hälfte der Ratsmitglieder gestellt und von zwei Dritteln befürwortet, haben die Bürger das Wort. Votieren zwei Drittel der Wahlberechtigten (ca. 4200) für die Abwahl, ist die Amtszeit von Lorenz-Allendorff beendet.

Innerhalb von sechs Monaten sind Neuwahlen anzusetzen. Mit Zweidrittel-Mehrheit kann der Rat bei der Aufsichtsbehörde beantragen, dass die Amtsgeschäfte während des Abwahlverfahrens ruhen.

(RP)
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