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Caritas-Suchthilfe im Kreis Mettmann gibt Tipps: Froh und munter durch den Karneval kommen

Viele Helfer sind unterwegs : So genießen Jecke den Karneval froh und munter

Wer im Umgang mit Alkohol ein paar Regel beachtet, kommt ohne Reue durch die Session, empfiehlt die Caritas.

(RP) Gerade einmal acht Wochen, nachdem viele gute Vorsätze für 2020 gefasst wurden, werden diese nun im Karneval auf eine harte Probe gestellt. Gesund leben, nicht mehr rauchen, weniger oder gar kein Alkohol trinken rücken dann oft in weite Ferne.

Dabei hat der Spaß, den Alkohol vermeintlich bringt, oft auch Schattenseiten, warnt die Suchthilfe der Caritas im Kreis Mettmann. Besonders Jugendliche sind gefährdet, da sie die Wirkungen und Grenzen des Alkohols noch nicht einschätzen können. Folgen davon sind der erste Rausch oder sogar die Volltrunkenheit.

Von einem Rausch sprechen die Fachleute ab zirka ein Promillewert Alkohol im Blut. Begleiterscheinungen sind eine Verschlechterung des räumlichen Sehens und der Orientierung, auch die Reaktionsfähigkeit wird erheblich gestört. Zudem steigt die Risikobereitschaft während das Urteilsvermögen herabgesetzt wird.

Das „Komasaufen“ ist eine besonders extreme Form des Rauschtrinkens, bei dem umgehend Notfallmaßnahmen getroffen werden müssen, betonen die Experten. Unterkühlung des Körpers, Ausschaltung von Schutzreflexen bis hin zu lebensgefährlichem Atemstillstand kann die Folge sein. Bewusstlosigkeit droht ab etwa drei Promille. Generell ist der Alkoholkonsum von Jugendlichen aber rückläufig. 2005 gaben noch 18 Prozent der Jugendlichen an, Alkohol einmal wöchentlich zu konsumieren, während 2018 nur noch 9,8 Prozent iese Angabe machten.

Aber auch Erwachsene konsumieren oft Mengen, die Gefahren verursachen. Durch die Absenkung der Hemmschwelle kommt es häufiger zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Übergriffen. Neben den unkontrollierten Alkoholkonsum stellt auch das Beimischen von K.O.-Tropfen eine große Gefahr da. Die Caritas-Suchthilfe rät daher, Getränke im Augen zu behalten, keine offenen Getränke von Fremden anzunehmen, in einer Gruppe unterwegs zu sein, auf einander zu achten und den Heimweg nicht alleine anzutreten.

Falls es dennoch zu einer kritischen Situation im Umgang mit Alkohol kommt, sollte der Notruf der Feuerwehr (112) gewählt werden. Und die Caritas-Suchthilfe hat ein besonderes Angebot zur Karnevalszeit. Am Freitag, 21. Februrar, findet von 10 bis 12 Uhr in der Beratungsstelle ein für jedermann offenes Karnevalsfrühstück statt. Die Streetworkerinnen werden am Samstag, 22. Februar, in Mettmann, und am Rosenmontag, 24. Februar, in Wülfrath unterwegs sein. Sie kümmern sich um Fragen und Sorgen und  bieten Unterstützung in Notsituationen an.