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Aufräumaktion im Kreis Mettmann Mehr als 30.000 Kippen in Flaschen

Mettmann · Tausende Zigarettenstummel in zahlreichen Gefäßen – ein voller Erfolg findet die Caritas am Ende ihres Aufräumwettbewerbes. „Fill the bottle (füll‘ die Flasche)“ soll nun 2023 fortgesetzt werden.

Erstmalig lobte die Caritas im Kreis Mettmann den Wettbewerb „fill the bottle“ aus und sammelte dabei mehr als 30.000 Zigarettenkippen ein.

Erstmalig lobte die Caritas im Kreis Mettmann den Wettbewerb „fill the bottle“ aus und sammelte dabei mehr als 30.000 Zigarettenkippen ein.

Foto: Caritas Mettmann

Wer in Mettmann beim Kippen schnippen erwischt wird, muss mit einem Verwarngeld rechnen. „Die Bemessung der Höhe des festgesetzten Verwarnungsgeldes erfolgt individuell, in der Regel sind es zwischen fünf und 55 Euro“, erklärt Sandra Blacke, Mitarbeiterin bei der Stadt Mettmann. Und obwohl Kippenschnippern nach dem NRW-weiten Verwarnungs- und Bußgeldkatalog Umwelt Bußgeld droht, pflastern ausgerauchte Zigarettenstummel Plätze, Gebüsche und Straßen.Dagegen wurde jetzt die Caritas aktiv, sie initiierte die Aktion „Fill the bottle“, „das war nicht unsere Erfindung, die Idee gibt es weltweit“, wie Petra Franke, Caritas-Koordinatorin Ehrenamt sagt. Im Aktionszeitraum vom 10. bis 25. September wurden Schulklassen, Familien, Einzelpersonen und Gruppen tätig, sie sammelten etwa 30.000 Kippen. „Nicht bloß in Flaschen, ebenso in Gläsern, Eimern, Schalen und Schüsseln“, wie Petra Franke weiß. Sie selbst beteiligte sich mit ihrer zehnjährigen Tochter und deren Freundin, „obwohl es in Strömen regnete“. Als Resultat war die Umwelt rund um ihr Zuhause nicht bloß etwas sauberer, „das Bewusstsein für Müll in der Natur wurde geschärft“.

Ein Aspekt des Wettbewerbs „Füll‘ die Flasche“ war, jenseits der unschönen Optik rumliegender Kippen auf den Kontext von weggeworfener Zigarette und Grundwasserverschmutzung hinzuweisen. „Mehr als eine Million Liter Grundwasser konnten vor der Verschmutzung durch Zigarettenkippen geschützt werden“, bilanziert sie für den Kreis Mettmann. „Ein wesentliches Anliegen war, bewusstsein zu schaffen.“ Das gelang, „das Ergebnis der Aktion ist wirklich toll.“

Besonders brachten sich Teilnehmende im sogenannten Nordkreis ein, in Heiligehaus beispielsweise waren die Bürger ohnehin für einen Picobello-Tag unterwegs, die Liebfrauen-Schüler nahmen teil und am Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium in Ratingen machte ein Klassenverband nicht bloß säubernd, sondern kreativ mit. „Die Schüler bastelten aus leeren Milchtüten Aschbecher, um sie an Zäunen aufzuhängen.“

Als kleines Dankeschön wurden unter den teilnehmenden Familien Eisgutscheine verlorst, worüber sich auch eine Familie aus Mettmann freut. Für teilnehmende Jugendliche wurden 50 Euro für die Klassenkasse ausgelobt. „Ich kann mir eine Wiederholung des Wettbewerbs gut vorstellen“, resümiert Petra Franke für das kommende Jahr.

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