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Bürgerverein unterstützt Tafel mit Spende

Corona-Krise in Mettmann : Bürgerverein unterstützt Tafel mit Spende

Die ehrenamtlichen Helfer können sich nun mit Desinfektionsmitteln und Masken ausstatten. Zurzeit fahren sie die Lebensmittel aus und versorgen so bis zu 90 Familien. Zum Vergleich: Zu normalen Öffnungszeiten sind vor Corona bis zu 120 Empfänger gekommen.

Zwar ist der Betrieb der Tafel durch die Kontaktbeschränkungen und Sicherheitsauflagen stark eingeschränkt. Aber ihre ehrenamtlichen Helfer besuchen jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 80 und 90 Familien mit dem Fahrdienst besucht und versorgen sie mit Lebensmitteln. Zwar steht noch in den Sternen, wann die Tafel wieder öffnen kann, doch ist jetzt schon klar, dass dafür dann jede Menge Desinfektionsmittel, Handschuhe, Masken und Seife vonnöten sein werden.

Da kam die Spende des Bürgervereins Metzkausen genau richtig. Kassenwartin Anette Regenhardt hatte die Idee. „Weil wir zurzeit keine Feste machen können“, erzählt sie. „Das ist so deprimierend, weil ich alles absagen musste.“ Doch da sich der Bürgerverein Metzkausen als aktiver Verein versteht, der etwas tut, kam schnell die Idee auf, die Tafel zu unterstützen. „Einige Mitglieder des Bürgervereins helfen bei der Tafel“, erzählt Vorsitzender Gregor Neumann. Und auch Anette Regenhardt ist bei Weihnachtsaktionen hier im Einsatz.

Und so wurden Spenden gesammelt. „Es kam ein Gesamtvolumen von 500 Euro zusammen“, berichtet die Kassenwartin stolz. Zwei große Spenden kamen von Gerlinde Hermann und Christel Heilmann. Der Betrag kommt der Tafel nun zweigeteilt zugute. Zum einen durch Sachspenden von Hygieneartikeln, zum anderen durch einen Scheck von 300 Euro. Wofür das Geld eingesetzt wird, weiß Gisela Fleter von der Tafel schon: „Wir werden Desinfektionsmittel kaufen.“ Was die Mettmanner Tafel ebenfalls dringend braucht, ist ein großer Ständer für Desinfektionsmittel. „Und dringend Papiertüten für Obst und Gemüse“, weiß Neumann.

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Mit den Lebensmitteln, die die Tafel zur Verfügung gestellt bekommt, kommt sie derzeit ganz gut über die Runden. Aber Gisela Fleter rechnet damit, dass die Zahl der Kunden durch die Corona-Krise, die Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit steigen wird. Wie es dann weitergeht, kann noch niemand sagen. Ein weiteres Problem ist, dass die meisten der rund 60 ehrenamtlichen Helfer der Tafel weit über 60 Jahre alt sind und somit der Risikogruppe angehören. Das ist auch der Grund, warum die Tafel noch nicht öffnen kann. „Wir versuchen nun, an Studenten und jüngere Tafelmitarbeiter zu kommen“, erklärt Fleter.

Wie wichtig die Einrichtung ist, bekommt sie gerade jetzt immer wieder zu hören. „Die Leute sind sehr dankbar“, sagt sie. So versucht die Tafel, die Herausforderungen zu meistern und die Bedürftigen zu unterstützen. Gregor Neumann bringt es auf den Punkt: „Es ist eine schwierige Situation, aber es ist wichtig, dass es weitergeht.“