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Mettmann: Bürgermeister hat neue Stellvertreter

Mettmann : Bürgermeister hat neue Stellvertreter

Der Rat der Stadt Mettmann traf sich gestern zur konstituierenden Sitzung. Die Fraktionen haben eine gemeinsame Vereinbarung über die Ausschüsse und die Besetzung der Vorsitze getroffen. Neu ist der Bürgerausschuss.

Der neue Rat ist bunter geworden: Die Linke und die Piraten sind mit jeweils einem Sitz in das neue Stadtparlament eingezogen. Beide Partien haben eine gemeinsame Fraktion gebildet. Hintergrund: Nur mit Fraktionsstatus können Linke und Piraten Anträge stellen und bekommen auch Sitze in den jeweiligen Fachausschüssen.

Die AfD ist ebenfalls neu im Rat vertreten. Gero Karsten, Gottfried Helmut Ottweiler und Hans-Werner Leonhardt sitzen jetzt in der Mitte des Ratssaals. Das schmeckte der FDP nicht, die direkt vor der AfD Platz genommen hat. "Normalerweise müsste die AfD auf der rechten Seite hinter der CDU sitzen", sagte FDP-Fraktionschef Klaus Müller. Er wolle dieses Thema bei der nächsten Fraktionsvorsitzenden-Runde mit dem Bürgermeister ansprechen.

Bürgermeister Bernd Günther hatte sich zur konstituierenden Sitzung die Ratskette angelegt. Seine erste Aufgabe war es gestern, diejenigen Ratsmitglieder zu verabschieden, die nach der Kommunalwahl nicht mehr dem Stadtgremium angehören. Nicht alle ausgeschiedenen Ratsmitglieder waren im Ratssaal anwesend. Für diejenigen, die im Zuschauerraum saßen, gab es eine Urkunde und ein Buchgeschenk. Günther hatte für jedes ausgeschiedene Ratsmitglied eine kurze Ansprache vorbereitet. Alle aktuellen Ratsmitglieder wurden dann vom Stadtoberhaupt verpflichtet. Günther sprach die Formel vor und untermauerte jede Verpflichtung mit Handschlag. Dabei hatte jedes Ratsmitglied die Möglichkeit, optional "so wahr mir Gott helfe" zu sagen. Einzig Andreas Scherer (CDU) wich von dieser Formel ab und sagte "Ich verpflichte mich, Inschallah." Offenbar wollte Scherer damit seine Verbundenheit zu anderen Religionen dokumentieren. Bei der Wahl der stellvertretenden Bürgermeister gab es keine Überraschungen. Alle Fraktionen hatten sich im Vorfeld auf einen gemeinsamen Wahlvorschlag geeinigt: Fabian Kippenberg (CDU) kandidierte als 1. stellvertretender Bürgermeister, Berthold Becker (SPD) als zweiter stellvertretender Bürgermeister. Der Wahlvorschlag wurde mit 39 Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen angenommen. Andrea Metz (FDP) war sauer, dass Bürgermeister Bernd Günther es vergessen hatte, seine bisherigen Stellvertreter Klaus Müller (FDP) und Andrea Rottmann (SPD) zu verabschieden und sich für ihr Engagement zu bedanken.

Anders als erwartet gab es keinen Knatsch um die Zahl der Ausschüsse und um die jeweiligen Vorsitze. In einer Erklärung hatten sich alle Fraktionen darauf geeinigt, welche neuen freiwilligen Ausschüsse es gibt und mit wie vielen Ratsmitgliedern sie besetzt sind. Auch der Vorsitz des jeweiligen Ausschusses war abgesprochen.

(RP)