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Bürgerbegehren in Mettmann: Diese Gründe nennen Realschul-Bewahrer

Bürgerbegehren in Mettmann : Diese Gründe nennen Realschul-Bewahrer

Mehr als 2500 Bürger wollen die Vielfalt der Schullandschaft erhalten. Manche lehnen den Ganztag ab. Kinder sollen Zeit haben, in Vereinen ihren Hobby nachzugehen.

Die Zahl der Unterschriften für den Erhalt der Carl-Fuhlrott-Realschule wächst weiter. Rund 2500 Bürger wollen die Schule in Mettmann erhalten. Bis zur Abgabe der Unterschriftenlisten des Bürgerbegehrens im Rathaus, voraussichtlich am 18. Mai, soll weiter gesammelt werden. Denn jede einzelne Unterschrift wird auf Echtheit und Gültigkeit geprüft werden. „Unser Ziel ist es, mehr als 3000 Unterschriften übergeben zu können“, sagen Kirsten Bille und Axel Zimmerling von der Elternpflegschaft der Realschule.

„Wir sind unendlich dankbar für den vielfältigen Zuspruch seitens der Bevölkerung in Mettmann, der Mettmanner Unternehmen und die Unterstützung durch die Initiatoren des Bürgerbegehrens - Regina Lenz, Heinz Gärtner und Helmut Peick.“ Bille und Zimmerling verbinden ihren Dank mit einem Hinweis auf die Argumente der Bürger. Die Kosten bei einem Nebeneinander von Gesamtschule und Realschule spielen demnach keine Rolle.

Eltern und Großeltern von Kindergarten- und Grundschulkindern unterschreiben demnach oftmals, weil es ihnen um eine vielfältige Schullandschaft gehe. Die  Wahlmöglichkeit zwischen Regel- und Ganztagsschulplätzen in Mettmann sei wichtig.

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Bei den Unterschriften von Eltern der Carl-Fuhlrott-Realschule heben Bille und Zimmerling besonders jene Familien hervor, in denen Kinder vom Gymnasium auf die Carl-Fuhlrott-Realschule gewechselt sind. Diese Kinder fühlten sich ausgesprochen wohl. An der Realschule gebe es eine hervorragende Abstimmung mit den Lehrern, einen wirklichen Klassenverband über die gesamte Schullaufbahn hinweg und eine Berufsorientierung in enger Zusammenarbeit mit den Mettmanner Wirtschaftsunternehmen.

Unterschrieben hätten auch Mettmanner Bürger, deren Kinder die Gymnasien besuchen. Ihnen sei bislang nicht bewusst gewesen, dass ihre Kinder außerhalb Mettmanns zur Schule gehen müssten, falls die Realschule schließt und sie nicht mehr am Gymnasium zurechtkommen sollten. Und auch Gesamtschulbefürworter hätten unterschrieben, weil bereits für das kommende Schuljahr Schüler aus Platzgründen abgelehnt werden mussten. Unterstützung gebe es auch von Unternehmern, denen an gut vorbereiteten Auszubildenden und Mitarbeitern gelegen ist, so Kirsten Bille und Axel Zimmerling.