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Erkrath Bürger: "Nur eine Milchmädchenrechnung"

Erkrath · Im Bürgerhaus Hochdahl nutzten auch zahlreiche Erkrather die Gelegenheit, ihre Meinung zu den Vorschlägen von Plan lokal abzugeben. Für Wolfgang Sternberg vom Naturschutzbund ist die Prognose zur Bevölkerungsentwicklung nicht viel mehr als eine "Milchmädchenrechnung".

Er veralberte die Vorstellung mit den Worten: "Prognosen sind schwierig, weil sie sich auf die Zukunft beziehen". Die Rechnung kurzfristig Wohnraum zu schaffen, um den Bevölkerungsrückgang zu stoppen, gehe in Erkrath sicherlich nicht auf, so Sternberg weiter. Es sei nicht mehr hinzunehmen, dass immer mehr Naturflächen versiegelt würden. Man solle sparsam mit den Ressourcen umgehen.

Kindergarten kostenlos

In die gleiche Kerbe schlug Andreas Kuchenbecker von den Grünen. Er konnte nicht nachvollziehen, wie man einen Bevölkerungsrückgang mit neuen Wohngebieten kompensieren möchte. Kuchenbecker schlug vor, den Bestand attraktiv zu machen. Nur Bauland auszuweisen, heiße nicht automatisch, familienfreundlich zu sein. Ein Erkrather erklärte, dass die Nachbarstadt Düsseldorf für Familien nach wie vor wesentlich attraktiver sei, weil dort der Besuch des Kindergartens nichts kostet. Hier solle man Geld in die Hand nehmen, das man am Ende wieder hereinbekomme. Das "schlechte Image" von Erkrath bemängelten einige Bürger. Ralf Buchholz setzte sich vehement für eine attraktivere Internetseite der Stadt ein, die deutlich mit dem Pfund der Nähe zum Neandertal werbe. Eine Bürgerin sagte, "die Alten seien immer zurechtgekommen".

Gesamtschule wird gewünscht

Zur Not würden die großen Supermärkte das Essen und die Einkäufe auch bis nach Hause liefern. Alles andere werde eben der Markt regeln. Ute Bartz, kommissarische Schulleiterin der Grundschule Falkenstraße, äußerte den Wunsch nach einer Gesamtschule für Erkrath. Viele Eltern würden nach der vierten Klasse nachfragen, doch es gebe kaum Plätze für Erkrather in den Gesamtschulen der Umgebung.

Für den Hochdahler Pfarrer Lutz Martini ist es wichtig, dass der öffentliche Nahverkehr in Erkrath erhalten bleibt. "S-Bahnhöfe und Haltestellen dürfen keine Angsträume werden", sagt Martini. Das sei bisher gut gelaufen und solle auch so bleiben.

(RP)
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