Hintergrund ist hoher Krankenstand Bürger ärgern sich über schlechte Organisation der Bürgerbüros

Erkrath · Termine bis zu sechs Wochen im Voraus ausgebucht, lange Schlangen bei den offenen Sprechstunden und keine Garantie, noch bis zu einem Mitarbeiter vorgelassen zu werden. Bürger aus Erkrath hat die Nase voll und beschwert sich. Die Stadt hat schon reagiert.

 Bürgerbüro am Hochdahler Markt.

Bürgerbüro am Hochdahler Markt.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

(hup) Bürgerbüros sollen die Verwaltung effizienter und kundenorientierter machen. Sie bündeln städtische Dienstleistungen unter einem Dach, wohnortnah, mit erweiterten Öffnungszeiten und kurzen Wartezeiten. Soweit die Theorie – in der Praxis sieht das zuweilen anders aus, wie ein Leser der Redaktion berichtet. Die Einwohner Erkraths wären verärgert, weil es einfach nicht möglich sei, zum Beispiel einen Ausweis im Bürgerbüro zu beantragen oder verlängern zu lassen, da die Termine dort für sechs Wochen im Voraus ausgebucht wären. Termine könnten hauptsächlich online gebucht werden und die „freie Sprechstunde“ am Dienstag von von 14 bis 16 Uhr sei vollkommen überlaufen. Am Dienstag sei in Alt-Erkrath einfach ein Schild mit dem Hinweis „wegen Krankheit bleibt das Bürgerbüro am 31.5. geschlossen“ aufgehängt worden. „Bei meinem Versuch, in Hochdahl vorzusprechen, war die Schlange vor dem dortigen Bürgerbüro schon sehr lang. Statt mehr Mitarbeiter einzusetzen, wurde ein Ordnungsamtsmitarbeiter vor die Tür gestellt. Der dann um 15.30 Uhr verkündete, dass niemand mehr hereinkomme. Selbst Leute, die schon im Eingang standen, wurden von ihm (um 15.30 Uhr wohlgemerkt) gebeten, nach Hause zu gehen. Sie könnten ja morgen wiederkommen“, berichtet der Leser, und ergänzt: „Was sind das für Zustände? Bürgerbüro oder kaiserliche Kommandantur?“