Mettmann: Bücherei geht mit der Zeit

Mettmann : Bücherei geht mit der Zeit

Mettmanner Stadtbibliothek hat ihre Sachbuchabteilung völlig neu geordnet.Die Arbeit des Förderkreises wirkt sich sehr positiv aus. 474 neue Nutzer wurden registriert.

Die Mettmanner Stadtbücherei stellt sich auf die neuen Bedürfnisse der Kunden ein: Im letzten Jahr hatten Silke Liesenkloß und ihr Team die Sachbuchabteilung komplett umgekrempelt. 10 000 Bücher hatte das Bibliotheksteam aus den Regalen geräumt, sortiert, signiert und neu eingeräumt. Mitglieder des Freundeskreises halfen beim Bekleben der Bücher. „Dabei“, so die Büchereileiterin Silke Liesenkloß, „wurden 3000 Medien aussortiert, für die sich der Aufwand der Neusortierung nicht mehr gelohnt hat.“ Aus Projekt- und Eigenmitteln hat die Bibliothek 700 Sachmedien neu angeschafft.

Bessere Orientierung

Um den kleinen und großen Büchernwürmern die Orientierung zu erleichtern, sind die Bücher nach 18 Themenwelten sortiert worden. Beispiel: Ein Ratgeber zu Schwangerschaft fand sich früher in den Sachgruppen Medizin und Pädagogik, heute in der Gruppe „Familie & Co.“. Der Freundeskreiss der Stadtbibliothek, Landeszuschüsse und eine Spende der Kreissparkasse in Höhe von 12 000 Euro haben dazu beigetragen, dass die Sachbibliothek sich neu präsentiert.

Der Medienbestand und die Ausleihen, so Liesenkloß weiter, ging im letzten Jahr um rund 10 Prozent zurück. Der Grund wird in der vierwöchigen Umbauphase der Sachbuchabteilung gesehen. Die Bücherei musste während dieser Zeit geschlossen werden. Rund 3000 Nutzer zählte die Bibliothek im letzten Jahr und rund 72 437 Ausleihen. 474 Menschen meldeten sich neu an. An Führungen und anderen Aktionen (Bilderbuchkino, Vorlesewettbewerb, lese- und Bastelaktionen) nahmen 1009 Kinder teil. Veranstaltungen für Erwachsene haben 256 Menschen besucht.

Silke Liesenkloß hofft, dass die Schulen vom Angebot der Bibliotheksführungen weiterhin Gebrauch machen werden. Sie würde sich freuen, wenn nicht nur vor den Sommerferien die Klassen kommen würden, sondern auch im Frühjahr. Das würde den Termindruck reduzierten. Die Personal-und Finanzausstattung ist 2007 unverändert geblieben: Weniger als drei Stellen (verteilt auf sechs Mitarbeiter) hielten den Ausleihbetrieb mit 20 Wochen-Stunden aufrecht. 12 000 Euro standen für den Erwerb, Abonnements und Materialien zur Verfügung. Die Stadt nahm rund 20 000 Euro Benutzungsgebühren (Jahres,- Leih-, Mahngebühren sowie Verkaufserlöse) ein.

(RP)
Mehr von RP ONLINE