Mettmann: Bruderschaft feiert die Investitur

Mettmann : Bruderschaft feiert die Investitur

Gestern fand die Parade nach vielen Jahren wieder in der Breite Straße statt. Die Kirmes wird gut angenommen.

Die Johanniskirmes der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft war aufgrund der Bauarbeiten in der Innenstadt zwar nicht ganz so groß wie in den Vorjahren. An Attraktivität bei den Besuchern hatte die Kirmes aber nicht eingebüßt. Am Wochenende schlängelten sich die Besucherströme auf der Kirmesmeile zwischen Jubiläumsplatz und Könighofstraße. Gerade bei den Kindern und Jugendlichen fanden die Fahrgeschäfte viel Anklang. "Der überwiegende Teil der Schausteller ist mit den Umsätzen zufrieden", berichtet Kirmesbürgermeister Volker Stein.

Schützen und Musikkapellen zogen gestern durch die Straßen der Innenstadt. In der Breite Straße fand diesmal die Parade statt. Foto: Dietrich Janicki

Er machte aber keinen Hehl daraus, dass er froh ist, wenn im nächsten Jahr wieder mehr Fläche für den Aufbau der Johanniskirmes zur Verfügung steht. "Dieses Improvisieren nervt doch etwas." Sein Lob galt den Anwohnern. "Das ist schon klasse, wie die meisten den Lärm ertragen. "Die meckern nicht, sondern gehen selbst auf die Kirmes oder ins Festzelt und haben Spaß."

Stefan Räker auf den Schultern seiner Schützenkameraden. Foto: DJ

Bereits kurz nach der Eröffnung des Schützenfestes durch Bürgermeister Thomas Dinkelmann war am Freitagabend tolle Stimmung im Festzelt und auf dem Könighofplatz unter den Platanen. DJ "Chris" und Sänger Heiko Schlager heizten die Besucher mit "Ballermann-Musik" ein. Krönender Abschluss des Abends war ein von den Schaustellern gesponsertes großes Feuerwerk. "Das war das bisher schönste und längste Feuerwerk, was wir in Mettmann hatten", schwärmten viele Besucher. Am Samstagnachmittag brachten die Schützen vor dem Altenstift Haus Elisabeth und dem Evangelischen Krankenhaus ein Ständchen. Bei der anschließenden feierlichen Schützenmesse griff Monsignore Herbert Ullmann, Präses der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, eine biblische Aussage über den Stadtpatron, Johannes der Täufer, auf, wo es heißt, Johannes werde groß sein vor Gott, er werde weder Wein noch andere berauschende Getränke zu sich nehmen. Pfarrer Ullmann gestand aber ein, dass eine solche Aussage wenig werbewirksam für ein Schützenfest sei, zumal wenn es mit der Fußball-WM zeitlich zusammen falle.

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Bei der feierlichen Investitur auf dem Marktplatz, bei der das Offizierscorps salutierte, legte Präses Ullmann zusammen mit dem Zweiten Brudermeister, Daniel Gebauer, dem Schützenkönig Ralf Buscher das historische Königssilber an. Der Schützenkönig lud die Bevölkerung ein, zur Johanniskirmes zu kommen und an den Aktivitäten im Festzelt teilzunehmen. Danach schwenkte Kerstin Mandlik die Fahne zu Ehren der Majestäten. Daniel Gebauer informierte die Besucher, dass das Fahnenschwenken die Fesselung und Entfesselung des heiligen Sebastian symbolisiere. Oberst Stefan Prangenberg gab das Kommando zum Großen Zapfenstreich. Eindrucksvoll vorgetragen vom Tambour- und Fanfarencorps sowie dem Stadtorchester. Im Festzelt ging es danach hoch her, vor allem als Toni Kroos das 2.1-Siegtor gegen Schweden erzielte. Passend dazu spielte das Tiroler "Tschirgant Duo" den Hit der Toten Hosen "An Tagen wie diesen". Das Duo sorgte nicht nur an Samstagabend, sondern auch beim musikalischen Frühschoppen am Sonntagmorgen für Superstimmung. Am Nachmittag war der große Festumzug durch die Innenstadt mit Parade auf der Breite Straße einer der Höhepunkte.

(klm)