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Erkrath: BmU will einen "Runden Tisch Feuerwehr"

Erkrath : BmU will einen "Runden Tisch Feuerwehr"

Die Beteiligten sollen schnellstens ins Gespräch gehen, um den Neubau der Wache nicht zu verzögern.

So ganz haben die Bürger mit Umweltverantwortung (BmU) ihre Vorstellungen zum Neubau der Feuerwehr offenbar noch nicht zu den Akten gelegt, wenngleich sich eine Ratsmehrheit bereits auf den Standort Clever Feld geeinigt hat. Die kritik: "Die Geländebeschaffenheit wird zu erheblichen Mehrkosten führen. Wegen des Lärmschutzes kann man die Anlage nicht an den feuerwehrtechnischen Bedürfnissen ausrichten, sondern man müsste die Alarmausfahrt direkt an die Bergische Allee legen und die Gebäude nach Kriterien des Schallschutzes an der Siedlungskante ausrichten.

Trotz aller technischen Maßnahmen kann die Überschreitung des Immissionsrichtwertes um 5 dB(A) in der Nacht nicht verhindert werden." So sei abzusehen, dass Klagen von Anwohnern wegen Lärmschutz und Umweltschützern ähnlich wie auf der Neanderhöhe ein hohes Verfahrens- und Klagerisiko darstellten, schreibt BmU-Sprecher Bernhard Osterwind in einer Stellungnahme zum Beschluss des Rates. "Unser Sechs-Punkte-Programm hätte das Dilemma gelöst", sagt Osterwind.

Dieses sähe folgendermaßen aus. 1. Wache wird am alten Standort neu errichtet (Bauhof und Verwaltung ziehen aus.) 2. Hauptwache zieht während der Bauphase in ein Provisorium an der Hochdahler Straße. Danach wird diese Fläche als Erweiterungsoption für TimoCom genutzt. 3. Rettungsdienst zieht in ein endgültig an der Röntgenstraße saniertes Gebäude. 4. Bauhof zieht neben den Recyclinghof. 5. Die übrige "Neanderhöhe" wird der Bezirksregierung im Tausch gegen die Planbarkeit des Kemperdick als Gewerbegebiet angeboten.

6. Die Stiftung Naturschutzgebiet Bruchhausen erhält das Kleine Bruchhaus. "Diese Variante hätte am schnellsten und am günstigsten zum Ziel geführt, ist die BmU sicher. Sie enthielt sichjedoch der Stimme, um die Modernisierung der Wache zu ermöglichen. Christian Ritt von der BmU dazu: "Eine zweite L403n mit 24 Jahren Planungsvorlauf können wir uns bei der Feuerwehr nicht leisten!" Bernhard Osterwind fordert, dass der Ankündigung der SPD nun auch Taten von CDU und SPD folgen müssen, und zwar: Ein "Runder Tisch Feuerwehr" soll Anwohner und Naturschützer mit der Feuerwehr, Verwaltung und Politik an einen Tisch bringen.

Der Bereich Kleines Bruchhaus muss im Tausch gegen Clever Feld in das Eigentum der Stiftung Naturschutzzentrum Bruchhausen gehen. Gesunde Wohnverhältnisse durch Einhalten der Lärmgrenzwerte in der Nacht auch für den Bereich Weinbusch/Hüttenstraße sind sicherzustellen.

(ik)