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Mettmann: Blotschenmarkt mit Punsch und Pep

Mettmann : Blotschenmarkt mit Punsch und Pep

Der 42. Weihnachtsmarkt startete mit zahlreichen Besuchern. Viele Stände verkaufen für den guten Zweck. Der Sicherheitsdienst funktioniert gut.

Es ist zwar der 42. Blotschenmarkt - doch auch nach 41 Jahren hat der schönste und älteste Weihnachtsmarkt in der Region nichts von seinem Reiz verloren. Am ersten Wochenende war trotz des durchwachsenen Wetters die typische Stimmung "rong öm de aule Kerk" wieder vorhanden. Ein Hauch von Glühweinduft, knuspriger Reibekuchen, Grünkohl und anderer Spezialitäten wehte über den Marktplatz. Kultige Getränke, wie beispielsweise die Likörspezialität Schneebällchen, hübsch gestaltete Buden und bergisches Fachwerk im Hintergrund sorgten dafür, dass vor allem am Samstag sich eine große Menschentraube um die Lambertuskirche schlängelte.

Am Samstagabend war auf dem Blotschenmarkt wieder sehr viel Betrieb. Viele nutzten die regenfreie Zeit für einen Besuch. Foto: Janicki, Dietrich (jd-)

Bei der Eröffnung am Freitag regnete es zwar in Strömen. Dies hielt Bürgermeister Bernd Günther, ME Impulse-Chef Peter Ratajczak sowie "Hausherr" Monsignore Herbert Ullmann bei ihren Begrüßungsworten nicht davon ab, darauf hinzuweisen, dass der Blotschenmarkt sicherlich wieder eine Erfolgsstory schreiben würde. Sie sollten recht behalten. Beim Auftritt der Band "The Poor Boys AG" ging die Post ab. Von den guten alten Lords bis zu den Rolling Stones reichte das Repertoire. Dagegen fiel am Samstagabend der angekündigte Auftritt der Rock'n'Roll- und Boogie-Woogie- Band "78 Twins" aus. "Es hat eine Terminkollision gegeben. Da hatten wir uns vertan", gab Ratajczak ehrlich zu. Die Organisatoren handelten schnell und ein Duo, das Irisch-Folk spielte, sorgte für feine Klänge auf der Bühne.

Waren die Temperaturen für Heißgetränke zu warm, so hatte der Bierstand "Das kleine Rätchen" mächtig zu tun. "Vor allem am Samstag sind wir mit dem Zapfen kaum nachgekommen", war der SPD-Vorsitzende Florian Peters mit dem Umsatz mehr als zufrieden. "Der Erlös wird für einen guten Zweck gespendet." Erstmals bewirtschaften nicht nur politische Parteien, sondern auch Vereine den Stand. Zumeist positiv berichten die anderen Standbesitzer. So Janette Kobelt von der Geschäft "Villa Fröhlich", die erstmals teilnimmt. Sie bietet Geschenkartikel und Weihnachtsdekoration an. "Mit dem Umsatz bin ich zufrieden."

Seit Beginn des Blotschenmarktes ist die Awo dabei. "Wir haben ein Stammpublikum. Unser Holunder-Punsch ist halt Kult", berichtet Matthias Engel, gebürtiger Mettmanner, der jetzt Beigeordneter in Horn-Bad Meinberg im Sauerland ist, aber zum Blotschenmarkt selbstverständlich nach Mettmann kommt.

Ratajczak berichtete, dass sich der Security-Einsatz bewährt habe. Es gab keine besonderen Vorkommnisse. Solveig Clausen vom Orga-Team erinnerte daran, dass die Buden samstags und sonntags nicht wie in der Vergangenheit um 11 Uhr, sondern erst um 12 Uhr öffnen.

(klm)