Blotschenmarkt im Mettmann trotzt dem Regen

Mettmanner Weihnachtsmarkt: Mit Regenschirm auf den Blotschenmarkt

Der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt im Schatten von St. Lambertus fasziniert. Das Wetter könnte aber besser werden.

Jeanette Kobelt in ihrem Stand für Kunstgewerbe fasst es kurz und knapp zusammen: „Der Mettmanner an sich und überhaupt die Besucher des Blotschenmarktes aus nah und fern sind hart im Nehmen.“ Damit spielte sie darauf an, dass es in der vergangenen Woche und insbesondere am zweiten Blotschenmarkt-Wochenende fast pausenlos regnete. Wie die meisten anderen Standbetreiber macht sie keinen Hehl daraus, dass dieses miese Wetter sich negativ auf den Umsatz auswirkt. „Es ist aber trotzdem bewundernswert, dass sich viele Besucher - mit dem Regenschirm in der Hand - über mein Angebot an kunstgewerblicher Ware informieren. Ich bin seit mehreren Jahren hier in Mettmann mit einem Stand vertreten und nach wie vor von diesem schönen, gemütlichen Ambiente auf diesem weihnachtlichen Markt im Schatten von St. Lambertus fasziniert.“

Seit elf Jahren ist Christoph Kachelmann mit seinem Curry-Flitzer auf dem Blotschenmarkt dabei. „Wer in den Wintermonaten mit einem Stand auf einem Weihnachtsmarkt vertreten ist, muss mit schlechten Witterungsbedingen rechnen. Das ist das Risiko, das man halt tragen muss“, sieht er den Umsatzrückgang, von dem auch er betroffen ist, recht gelassen.

Blotschenmarkt-Chef Florian Peters erklärt, dass dieses Regenwetter in den letzten Tagen schon nervt, er aber positiv überrascht sei, dass bei kleineren Regenpausen die Besucher direkt wieder auf dem Blotschenmarkt anzutreffen seien. Schade sei es, dass es ausgerechnet bei dem Bühnenprogramm am Freitag- und Samstagabend fast pausenlos regnete. „Das hat schon Besucher gekostet.“ Andererseits hätten sich sowohl beim Auftritt der Framework Cover Band (Freitag) als auch bei der gelungenen Show des Wolfgang Petry Double (Samstag) genügend Musik-Fans eingefunden, die für Stimmung auf dem historischen Marktplatz sorgten.

„Ich fand es einfach toll, wie die Wolfgang Petry-Fans dem starken Regen trotzten und vor der Bühne tanzten. So etwas gibt es halt nur auf dem Blotschenmarkt“, sagte unterdessen Bettina Barth vom Blotschenmarkt-Team.

  • Mit einem bunten Musikprogramm: : Vorfreude auf den Blotschenmarkt

Zu den wenigen Budenbetreibern, die seit dem Beginn des Blotschenmarktes vor 47 Jahren dabei sind, gehören die „Aulen Mettmanner“. Dort wird traditionsgemäß Grünkohl und der Aulenpunsch angeboten. „Grünkohl-Fee“ Lieselotte Berg und ihre Aulen-Kollegin Barbara Torun haben Standdienst und sagen offen, dass der Grünkohl-Absatz gegenüber früher nachgelassen habe. „Das hat weniger mit dem Wetter zu tun, sondern damit, dass an anderen Standorten in der Innenstadt, wie beispielsweise an der Königshof-Galerie, zur Vorweihnachtszeit Grünkohl angeboten wird.“

Florian Peters richtet den Blick nach vorn. Für die kommende Woche sind die Wetterprognosen wieder positiver.

„Das ist gut für die Standbetreiber und für das Bühnenprogramm.“ Er macht deutlich, dass das Bühnenprogramm im gleichen Umfang angeboten werde, wie in den Vorjahren. Mehr sei aus finanziellen Gründen nicht möglich. „Wir sind immerhin einer der wenigen Weihnachtsmärkte, die jeden Tag ein Programm anbieten und am Wochenende mit besonderen Highlights aufwarten.“

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