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Mettmann: Blick vom Hochpfad

Mettmann : Blick vom Hochpfad

Demnächst können Besucher des Neandertals über einen Steg zur Fundstelle gehen und einen Eindruck bekommen, wie früher das Gesteins ausgesehen hat. Ein Zentrum informiert über den Kalkabbau.

Um den Besuchern eine Vorstellung zu geben, wie das Neandertal vor dem Kalkabbau im 19. Jahrhundert ausgesehen hat, beziehungsweise wie hoch das Gesteins war, in dessen Schlucht die Düssel verlief, plant das Neanderthal Museum diverse Attraktion.

Künftig können Tagestouristen eine Aussichtsplattform, einen Steg und einen Panorama-Aufzug besteigen, über einen Neanderhochpfad gehen und ein Info-Zentrum besuchen. Möglich macht's der Masterplan Neandertal, ein Planungskonzept, das eine Entwicklungsperspektive für das Neandertal in den kommenden fünfzehn Jahren aufzeigt. Die Projekte des Masterplans werden mit Landesmittel gefördert.

Gläserner Panorama-Aufzug

Konkret sollen Besucher demnächst vom Pkw-Parkplatz am Regiobahn-Haltepunkt Neanderthal zu einer Plattform gehen können. Sie befindet sich 30 Meter über dem Talgrund und beginnt hinter der Unterführung. Ein Steg verbindet die Plattform mit einem gläsernen Panorama-Aufzug, der Besucher in das Tal hinunterfährt. Der Aufzug wird der zentrale Zugang zum Neandertal-Hochpfad sein, der Museum und Fundstelle verbinden soll.

"Der Aufzug im Garten des Museums mit Stegen zur Talkante sowie in Richtung Fundort soll zu einem markanten Wahrzeichen des Tals mit starker Erlebnisfunktion werden", sagt Fachdezernent Kurt-Werner Geschorec, der den Plan im Mettmanner Bauausschuss vorstellte. Die Stegkonstruktion wird wie eine Brücke beidseitig des Aufzugsturms aufgehängt. Ein neues Info-Zentrum soll zum zentralen Ort der Tourismusinformation im Neandertal werden.

Die Themenfelder "Natur" und "Geschichte des Kalkabbaus" sollen im Mittelpunkt stehen. Nach der vorliegenden Konzeption soll das Info-Zentrum eine thematische Ergänzung zu den urgeschichtlichen Angeboten des Neanderthal Museums sein. Ein möglicher Standort für das Info-Zentrum wäre unmittelbar am Fuße des Panoramaweges.

In Kürze sollen Aufträge für die konkrete Ausgestaltung der Planung, sowie die erforderlichen fachlichen Gutachten vergeben werden, sagte Kurt-Werner Geschorec. Der Mettmanner Planungsausschuss hat mit seinem positiven Beschluss den vorhabenen Bebauungsplan auf den Weg gebracht.

(RP)