Beschäftigte bei Knorr-Bremse in Wülfrath fordern ein Konzept

IG Metall fordert Verhandlungen mit der Geschäftsführung : Knorr-Beschäftigte fürchten um ihren Arbeitsplatz

Die IG Metall Velbert fordert die Geschäftsleitung der Firma Knorr-Bremse in Wülfrath auf, der Tarifvertragspartei und dem Betriebsrat bis Ende Oktober ein Konzept vorzulegen, aus dem hervorgeht, was das Unternehmen Knorr-Bremse zukünftig plant um den Standort und die Arbeitsplätze in Wülfrath auf Dauer zu sichern.

Seit 1,5 Jahren fordern Betriebsrat und IG Metall von der Geschäftsleitung ein Zukunftskonzept für das Wülfrather Werk, wie es mit dem Standort Wülfrath und deren Beschäftigten weitergehen soll.

Die Beschäftigten seien verärgert, enttäuscht und  besorgt, denn in 2019 werde ein Großteil der Fertigung an diesem Standort auslaufen. Der erst kürzlich an die Börse gegangene Konzern mit weltweit  27.000 Beschäftigten, fühle sich leider durch eigene Aussagen nicht in der Lage, dem Betriebsrat nach mehreren Monaten von Gesprächen ein Zukunftskonzept vorzulegen und somit sei die Zukunft der Beschäftigten unsicher.

Auf mehreren Betriebsversammlungen habe der Betriebsrat die Geschäftsleitung aufgefordert, mit ihm an den Verhandlungstisch zu kommen, um eine Lösung zu verhandeln. Bislang jedoch vergebens. Der Betriebsrat habe die Geschäftsleitung nunmehr aufgefordert bis zum 31. Oktober 2018 das lang ersehnte Zukunftskonzept vorzulegen. Die IG Metall Velbert prüft derweilen, einen in 2016 abgeschlossenen und nach wie vor gültigen „Zukunftstarifvertrag“ zu kündigen, da hierfür die Geschäftsgrundlage weggefallen sei.  Die Tarifvertragsparteien hatten sich mit Abschluss dieses Tarifvertrages darauf verständigt, dass die Beschäftigten auf Einkommensbestandteile, Teile des Weihnachts- und Urlaubsgeldes verzichten. Mit dem Ziel, den Standort und die Arbeitsplätze in Wülfrath zu sichern und diese zukunftsfähig zu machen. „Knorr-Bremse ist seinen Verpflichtungen bislang nicht nachgekommen“, sagt Hakan Civelek von der IG Metall.

Eine Kündigung des Sanierungstarifvertrages hätte zur Folge, dass alle Beschäftigten ihren eingebrachten Sanierungsbeitrag zurück bekämen und mit sofortiger Wirkung einen Anspruch auf alle gültigen Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie in NRW hätten.

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