1. NRW
  2. Städte
  3. Mettmann

Berufsstart in Mettmann: „Ausbildung nicht schleifen lassen“

Berufsstart in Mettmann : „Ausbildung nicht schleifen lassen“

Spitzen von Wirtschaft, Handwerkskammer und Arbeitsagentur raten Schulabgängern dringend, sich mit ihren Halbjahrszeugnissen bei den Betrieben zu bewerben.

Ende dieser Woche gibt es die Halbjahrszeugnisse. Die Spitzen von Wirtschaft, Handwerkskammer und den Arbeitsagenturen Bergisches Land und Düsseldorf nutzten diese Gelegenheit am Dienstag, um Schulabgänger aus der Lethargie des Lockdowns herauszulösen: Mit den Januar-Noten in der Hand sollen sie sich um einen Ausbildungsplatz bewerben.

Normalerweise gibt es Zahlen zu neuen Ausbildungsjahrgang erst im März. Doch in Corona-Zeiten ist vieles anders. Wie unsere Redaktion erfuhr, haben sich bereits 1550 Jugendliche aus dem Kreis Mettmann mit einem Ausbildungswunsch bei den Arbeitsagenturen gemeldet. Ihnen standen Ende Dezember 1375 zu besetzende Ausbildungsplätze gegenüber. Diese Zahlen seien erste Größenordnungen und noch nicht geeignet, um aus ihnen weitere Schlüsse zu ziehen.

Sie sollen aber eines ganz deutlich machen: Wegen der Corona-Pandemie die Ausbildung schleifen zu lassen, ist keine Lösung. Eine Sprecherin der Arbeitsagentur sagte: „Ausbildungsbörsen finden digital statt, wie beispielsweise die ‚BOBonline’ am 11. Mai. Und es gibt Vorträge, etwa „Informationen rund um das Duale Studium“ am 4. Februar um 17 Uhr oder „Alles rund ums Bewerbungsverfahren“ am 11. Februar um 17 Uhr.“ Wer sich dafür interessiere, könne sich per Mail anmelden: mettmann.biz@arbeitsagentur.de.

Mit dem aktuellen Halbjahreszeugnis können sich Jugendliche auch an die Berufsberatung wenden. Sie berät Jugendliche über Berufe, Ausbildungen, Studium und weiterführende Schulen. Für alle jungen Frauen und Männer, die ins Berufsleben einsteigen wollen, gibt es einen Abgleich ihrer Interessen und Fähigkeiten mit rund 300 Berufen. Am Ende stehe eine Einschätzung, für welchen Beruf sie wohl geeignet wären. Die Berufsberater machen aber noch mehr. Sie sprechen über Wünsche, Ziele und Erwartungen mit dem Jugendlichen und unterstützen sie bei der Suche nach betrieblichen und schulischen Ausbildungsplätzen.