Behörde untersucht Bäume im Mettmanner Bachtal

Nach den Stürmen in den vergangenen Wochen : Landesbetrieb untersucht Bäume im Tal

Die Behörde sieht auf ihren eigenen Flächen derzeit keinen Handlungsbedarf. Privatbesitzer müssen hingegen fällen.

Mitarbeiter von Straßen NRW, vom Landesbetrieb Wald und Forst, von der Regiobahn sowie ein Baumsachverständiger haben sich im Mettmanner Bachtal getroffen und die Bäume, die zwischen Jägerhaus und Schwarzwaldhaus am Hang und an der Straße stehen, kritisch ins Blickfeld genommen.

Nach den Stürmen der vergangenen Wochen hatte Waldbesitzer Otto Liethen aus Erkrath angemahnt, die Bäume, die auf dem felsigen Untergrund im Tal stehen, zu untersuchen. Eine große Buche war am Rosenmontag entwurzelt über die Talstraße gefallen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

In den Verantwortungsbereich von Straßen NRW fällt nur ein relativ schmaler Streifen, der von der Straße beziehungsweise dem Radweg in den Hang hinein reicht und auf der anderen Seite die Böschung bildet. Die oberen Bäume gehören privaten Waldbesitzern und der Regiobahn.

Zweimal im Jahr inspiziert die Regiobahn die Fahrstrecke von Mettmann bis Kaarst. „Wir schneiden alle Bäume und Sträucher zurück. Notfalls müssen auch so genannte Gefahrenbäume gefällt werden“, sagt ein Mitarbeiter der Regiobahn. Der Landesbetrieb hatte zuletzt im Jahr 2015 die Bäume in dem besagten Streckenabschnitt untersucht. Damals wurden auch so genannte Gefahrenbäume gefällt. „Nach den jetzigen Erkenntnissen besteht in unserem Straßen- und Hangabschnitt kein Handlungsbedarf“, sagen Holger Kaldenpoth und Gerhard Kranefuß von Straßen NRW. Allerdings müssten vermutlich einige Bäume, die den privaten Waldbesitzern gehören, gefällt werden.

„Wir werden die Waldbesitzer anschreiben, einen Termin ausmachen und mit ihnen reden“, sagte Marvin Stiehl von Wald und Forst. Er war mit einem GPS-Gerät unterwegs und stellte die Lage der Bäume fest.

Ob letztlich die Waldbesitzer mitziehen und Bäume fällen, sei freilich offen. Das habe auch mit Geld zu tun, so der Mitarbeiter. Verdienen könne man nämlich mit den gefällten Bäumen kaum etwas. Und die Baumfällungen seien sehr teuer.

Derzeit können nur in Ausnahmefällen Bäume gefällt werden. Die Vögel brüten, man befinde sich in einem Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiet. Die Untere Landschaftsbehörde und die Faunistisch-Floristische-Arbeitsgemeinschaft müssten gehört werden. Und man dürfe auch nicht die Politik vergessen, die sich in der Vergangenheit kritisch zu Wort gemeldet habe. Straßen NRW hat derzeit jede Menge Arbeit, die Bäume, die bei Stürmen umgefallen sind, zu entsorgen.

In den meisten Fällen handelte es sich übrigens um gesunde Bäume, die die Böen entwurzelt haben, so Kaldenpoth. „Man weiß nie, wo der Sturm rein weht und die Bäume entwurzelt.“

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