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Begräbniskosten liegen in Mettmann über dem NRW-Durchschnitt

Städtische Gebühren : Begräbniskosten liegen in Mettmann über NRW-Mittel

Die Stadt Mettmann ist bei den Friedhofsgebühren in der Regel teurer als der NRW-Durchschnitt, den der Bund der Steuerzahler bei einem Vergleich der Gebührensatzungen von 57 nordrhein-westfälischen Städten im Jahr 2020 ermittelt hat.

Verglichen wird mit den Friedhofsgebühren der Stadt Mettmann, die am 1. Januar 2020 in Kraft getreten sind.

Demnach wird für die 30-jährige Nutzung eines Wahlgrab in Mettmann ein Betrag von 2310 Euro erhoben. Der Bund der Steuerzahler nennt als Durchschnitt aus seinem Vergleich die Zahl von 2172,54 Euro. Die Bestattungsgebühr für Personen über fünf Jahre setzt Mettmann mit 846 Euro an, im NRW-Durchschnitt werden 752,93 Euro verlangt. Für die Nutzung der Großen Friedhofskapelle einschließlich Grünschmuck, Kerzen und Orgel für die Dauer von 40 Minuten verlangt Mettmann laut Gebührensatzung 252 Euro; der Bund der Steuerzahler nennt als NRW-Durchschnitt für die Trauerhalle 207,10 Euro.

Noch deutlicher wird die Abweichung vom NRW-Durchschnitt bei einer Urnenbestattung. Für die kleinste Grabstelle und eine 15-jährige Nutzung verlangt Mettmann 1485 Euro, der NRW-Durchschnitt liegt bei einer 20-järhigen Nutzung bei 872,28. Bei den Bestattungskosten werden in Mettmann zwischen 621 und 653 Euro fällig, im NRW-Durchschnitt sind es 258,98 Euro.

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Diese Zahlen werden am Dienstag im Ausschuss für Ordnungsangelegenheit wichtig. Dem legt die Verwaltung eine Analyse der Begräbniskosten vor, will sich aber nicht auf einen Vergleich zu anderen Städten einlassen. Die Analyse war im Rahmen der Diskussion über den Haushalt 2021 von der CDU beantragt worden. Ergebnis ist unter anderem, dass die drei Friedhöfe in Mettmann nicht kostendeckend wirtschaften.

Dies ist nach Meinung des Bundes der Steuerzahler auch gar nicht verwunderlich. Friedhöfe seien immer auch Oasen der Ruhe und Erholung. Sie dienten der Klimaverbesserung in der Stadt und seien Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen. Deshalb dürften nicht alle Aufwendungen im Friedhofsbereich über Friedhofsgebühren refinanziert werden. Ein Teil der Aufwendungen sei auf den kommunalen Haushalt umzulegen. Auch für die Kalkulation von Gebührensätzen und Kapitalkosten gäbe es Hinweise beim Bund der Steuerzahler.