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Wülfrath: Badminton hält fit und macht Spaß

Wülfrath : Badminton hält fit und macht Spaß

Das Zischen der Schläger und das satte Plop der Gummikappe, die auf die Bespannung trifft, waren in der Sporthalle an der Fliethe allgegenwärtig.

Auf zahlreichen Feldern standen sich am Netz Doppel- und Mixed-Paare gegenüber. Mehr als 100 Spieler hatten sich zum traditionellen Hobby-Badminton-Turnier des TB Wülfrath angemeldet. "Hier treffen wir auf gleichstarke Gegner und das macht Spaß", sagte Frank Buchholz. Er trainiert zweimal in der Woche und es reizt ihn die Gelegenheit, sich mit anderen zu messen. "Bisher waren wir ganz gut und haben beide Partien gewonnen."

Zwei Spiele, zwei Siege waren auch für Kerstin Blesgen eine zufriedenstellende Bilanz. "Wir sind zum ersten Mal hier dabei. Die Paarungen sind sehr ausgeglichen und das Turnier ist gut organisiert. Als nächstes treffen wir allerdings auf bessere Spieler, so ist der Modus."

Nach der ersten ausgelosten Runde standen sich in den folgenden jeweils die Sieger und die Verlierer am Netz gegenüber. "Nach dem Schweizer System scheidet niemand aus, alle sind bis zum Ende dabei. Das ist der große Vorteil", betonte Organisator Jörg Herfurth.

Für ihn ist das Turnier auch eine Gelegenheit für den Sport zu werben. "Badminton hält fit, weil der gesamte Körper gefordert ist. Wir haben selbst eine sehr aktive Abteilung." Mit der Teilnahme am Wettbewerb sollten die Sportler ihre Vorsätze für das neue Jahr gleich umsetzen. "Wir kooperieren mit der Barmer GEK als Teil der bundesweiten Veranstaltungsreihe ,Deutschland bewegt sich'", berichtete Jörg Herfurth. Er konnte sich auf die Unterstützung seines Teams verlassen. "Es sind zwar immer die gleichen Leute, doch die sind sehr engagiert." Die Einnahmen aus Startgeldern und der Cafeteria kommen einem guten Zweck zugute.

Auf der Tribüne warteten Marion Luther und Gisela Markus bereits auf ihren nächsten Einsatz. Die beiden Damen traten erstmals gemeinsam im Doppel an. "Unser Vorsitzender hat uns spontan zusammengemixt", sagte Marion Luther lachend. Sie bekam mit Gisela Markus eine erfahrene Spielerin an ihre Seite. Die 75-Jährige war 1953 Deutsche Jugendmeisterin und gewann zwischen 1956 und 1960 viermal Titel bei den Deutschen Meisterschaften. "Zwischendurch habe ich 34 Jahre nicht gespielt, aber jetzt habe ich wieder viel Spaß daran." In der ersten Runde musste das Paar allerdings gegen zwei Herrenteams antreten. "Wir haben verloren, uns aber gut geschlagen", resümierte Gisela Markus. "Gemeinsam zu gewinnen und zu verlieren, das ist das Schöne an so einem Wettkampf", betonte Marion Luther. "Wir haben uns schon gut aufeinander eingestellt."

(domi)