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Autorin und Bundesverdienstkreuzträgerin Hengst-Gohlke spendet Gage

Spielplatzpatin und Autorin stiftet Bucherlös : Für Spielplätze gibt sie ihr letztes Geld

Spielplätze sind das Herzensthema von Nicola Hengst-Gohlke. Jetzt gab die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes für die Sanierung der Anlagen den Erlös ihres Buches.

Als ihr Sohn klein war, beschäftigte sich Nicola Hengst-Gohlke mit der Spielplatzsituation in Mettmann, gezwungenermaßen. Daraus wurde eine Herzensangelegenheit, aus der Mutter wurde Mettmanns Vorzeige-Spielplatzpatin. Für ihr Engagement in dieser Sache wurde ihr erst das Bundesverdienstkreuz verliehen, dann verfasste sie ein Buch mit dem Titel „Der große Spielplatz braucht Hilfe“.

Den Erlös der bislang rund hundert verkauften Exemplare spendet sie jetzt der Verwaltung – damit davon öffentliche Spielplätze saniert werden können. „Die Gestaltung attraktiver Spielplätze ist ein wichtiger Punkt in einer kinder- und familienfreundlichen Kommune“, sagte die Autorin im Gespräch mit der RP. Kinder brauchen genügend Spielplätze, die ihnen die verschiedensten Möglichkeiten zum Spielen und Ausprobieren bieten. „Zudem sind Spielplätze auch Begegnungsorte und Treffpunkte für Jung und Alt in den jeweiligen Wohnvierteln.“ Über 70.000 Euro Etat verfügt der Jugendhilfeausschuss pro Jahr zur Instandhaltung und Aufhübschung der städtischen Spiel- und Bolzplätze, keine gerade üppige Summe, wie der Jugendhilfeausschussvorsitzende Nils Lessing bemerkt.

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Die Finanzspritze von 400 Euro dürfte also herzlich willkommen sein. Nachdem zuletzt der Spielplatz an der Adresse Am Freistein auch durch die Initiative von Anwohnern um Lars Homner neu geplant und gestaltet wurde, haben die städtischen Mitarbeiter noch einiges auf der To-do-Liste zu erledigen. So soll beispielsweise der Spielplatz Bülthausen neu konzipiert werden, an der Danziger Straße ist ein neuer Bereich für Kleinkinder geplant und auch am Spielplatz Rheinstraße soll sich etwas tun, thematisch soll ein Bezug zur benachbarten Parkoursanlage hergestellt werden.

„Ein seit mittlerweile mehr als einem Jahrzehnt brachliegender öffentlicher Spielplatz brachte mich auf die Idee zum Buch“, erzählt die Autorin. Entstanden ist daraus die Geschichte von Nele und Jan, die sich zusammen mit der Bürgermeisterin – die übrigens unübersehbare Ähnlichkeit mit Sandra Pietschmann hat – dafür einsetzen, einen ollen Spielplatz zu reaktivieren. Einige Bücher gibt es noch in der Buchhandlung Rose Schlüter. „Ich fände es großartig, wenn noch mehr Bücher verkauft würden, damit möglichst viele Kinder auf unterhaltsame Weise erfahren, dass sie sich für ihre Belange einsetzen können“, erklärte Bürgermeisterin Pietschmann. Und Autorin Hengst-Gohlke würde sich freuen, wenn sie noch mehr Geld spenden könnte.

(von)