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Analyse: Autofahrer suchen kostenlose Parkplätze

Analyse : Autofahrer suchen kostenlose Parkplätze

Die Stadt hat die kostenpflichtigen Parkzonen ausgedehnt. Gerade für Pendler ist es schwierig, einen Stellplatz in der Nähe der Innenstadt zu finden. Sie weichen vermehrt in Wohngebiete aus.

Autofahrer, die in Mettmann arbeiten, sind täglich auf der Suche nach einem Parkplatz. Und da es in der Innenstadt fast keine kostenfreien Dauerparkplätze gibt, weichen sie in die Peripherie aus. Beispiele dafür gibt es viele: An der Gruitener Straße, an der Leyer Straße und an der Grafschaftsstraße sind morgens fast alle Parkplätze belegt.

In der Gegenrichtung stellen Autofahrer am Brückchen und am Klein-Goldberg ihre Autos tagsüber ab. Die Anwohner sind darüber nicht begeistert. Die Stadtverwaltung hat in den vergangenen Monaten versucht, die klamme Haushaltskasse durch eine Ausweitung der kostenpflichtigen Parkzonen aufzubessern. Der Schuss ist ziemlich nach hinten losgegangen.

An der Elberfelder Straße steht ein neuer Parkautomat. Früher konnten Autofahrer ihre Autos sogar kostenfrei oder dann für drei Stunden mit einer Parkscheibe abstellen. Jetzt werden die fast 20 Parkplätze überhaupt nicht mehr und wenn, dann nur von Anwohnern mit Parkausweis, genutzt.

Ähnlich sieht es an der Goethestraße aus. Auch dort werden die kostenpflichtigen Parkplätze kaum angenommen. Die Autofahrer suchen sich freie Parkplätze beispielsweise in der Nähe der Schulen. An beiden Orten (Elberfelder Straße und Goethestraße), so betonen Insider, sei eine Parkscheiben-Regelung wesentlich besser. Kontrollen wären einfacher.

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Und: Gerade an der Elberfelder Straße bestünde die Möglichkeit für Kurzeitparker, einen Stellplatz zu finden. Dies würde die Situation in der Breite Straße (dort sind Parkplätze weggefallen) und in der Poststraße entspannen. Die Parteien lässt das offenbar kalt, sie haben bisher auf die Bedenken der Bürger nicht reagiert.

Auf Kritik stoßen die neuen Parkzeiten: montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr und samstags von 7 bis 16 Uhr. "Völlig überzogen", sagt Einzelhändler Ernst-August Kortenhaus. Von 9 bis 18 Uhr und Samstag bis 12 Uhr wäre auch in Ordnung, zumal wochentags nach 18 Uhr und am Samstagnachmittag die Bürgersteige in Mettmann nach oben geklappt werden.

Auf dem Seibelparkplatz und auf dem Hammerplatz gibt es fast keine freien Parkplätze mehr. Die Plätze sind fest in der Hand der Pendler beziehungsweise Schüler der diversen Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen des Kreises.

Nach dem Endausbau der Flintropstraße und der Schwarzbachstraße wird sich vermutlich die Parkplatzsituation weiter verschärfen. Über die Erreichbarkeit der beiden Tiefgaragen aus Richtung Flintropstraße wird das letzte Wort noch nicht gesprochen sein.

Die Stadt wäre klug und würde auf dem freien Grundstück am Schellenberg einen Parkplatz für Kurzeitparker einrichten.

Die Eigentümer der Königshof-Galerie wollen das Parkhaus vergrößern und die Zu- und Abwege komfortabler gestalten. Die Idee ist gut und wichtig. Vielleicht verlieren dann einige Menschen die Angst vor dem engen Parkhaus und kommen dann mit dem Auto zum Einkauf in die Innenstadt. Besonders die Metzkausener sind als Kunden gefragt.

(RP)