Mettmann: Ausstellung zeigt Musiker als Namensgeber

Mettmann: Ausstellung zeigt Musiker als Namensgeber

War es das Sterbedatum W. A. Mozarts 1791, das die engagierte Musiklehrerin am KHG, Evi Claßen, dazu beflügelte, ihre Schüler zu ermuntern, sich mit den Musikern zu beschäftigen, die den Straßen im Süden der Stadt ihren Namen gaben? Vielleicht suchte sie auch einen Motivationsschub für ihre Schüler - was auch immer, es gelang eine wunderbar informative Ausstellung, die am Sonntag im neuen Begegnungszentrum am Vogelskamp eine viel beachtete Replik erlebte.

Schüler der Klassen 5 und 6 und auch einige Oberstufenkurse begaben sich auf die Suche nach Quellen, um das Leben von Bach und Händel bis hin zu Wagner und Pfitzner zu erforschen. Wer von ihnen wusste vorher, dass das berühmte Oratorium von G. F. Händel, der Messias, am 13. April 1749 in Dublin aufgeführt wurde, bei dessen legendärem Hallelujah noch heute die Engländer im Konzert aufstehen.

Robert Güde, Mitarbeiter der Caritas und Quartiersarbeiter für ME- Süd, begrüßte die Gäste, und Evi Claßen freute sich besonders, fünf ihrer ehemaligen Schüler, die damals mitgewirkt hatten, wieder zu sehen. Barbara Reh fand sehr berührende Worte über ihre ehemalige Kollegin, die 2011 in Pension gegangen ist. Sie sei die Grande Dame der Musiklehrer am KHG gewesen. Über das Leben von W. A. Mozart wissen viele Einiges - dass er bereits als Fünfjähriger solistisch auftrat, dass er sehr jung und verarmt starb, wie später auch Franz Schubert. Aber die vielen Einzelheiten, die die damaligen Schüler im Unterricht erlernt und zusammengetragen hatten, lesen sich wie bei Wikipedia.

Evi Claßen wäre nicht Evi Claßen, wenn sie eine solche Gelegenheit nicht mit Musik begleitete. Absolut köstlich war die kecke Beschreibung von Mozarts Leben, gesungen nach der Melodie des Vogelfängers aus der Zauberflöte. Und diese konnte Markus Diehl, der ein Flötenensemble leitet, in dem auch Evi Claßen spielt, gekonnt beisteuern.

Damals, am 8. Mai 1991, fand im KHG auch ein Schülerkonzert statt, an dem viele Kinder von Eltern aus der Musikszene im Städtchen teilnahmen. Auf dem Programm standen natürlich Werke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schumann und Reger.

Der 2. Teil dieser immensen Fleißarbeit wird am 4. März ebenfalls nach dem sonntäglichen Gottesdienst im Haus der Begegnung eröffnet.

(eise)