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Ausstellung: John Lennon trifft auf Frida Kahlo

Kreispolizeibehörde Mettmann zeigt Kunst : Ausstellung: John Lennon trifft auf Frida Kahlo

(sue) Wer derzeit die Kreispolizeibehörde Mettmann am Adalbert-Bach-Platz betritt, ist sofort von jeder Menge Prominenz umgeben. Von den Wänden schauen den Besucher nicht nur bekannte Persönlichkeiten aus der Film- und Musikbranche an, wie Woody Allen, Marlene Dietrich oder John Lennon, sondern auch aus der Kulturszene, wie Frida Kahlo und Salvador Dali.

„Ich richte mich nach besonderen Charakteren“, erzählt Künstler Mirko Blum, „Charaktere mit Wiedererkennungswert.“ Es sind Charakterköpfe, berühmte Portraits, die der Künstler auf seine ganz einzigartige Weise interpretiert. Als Künstlernamen hat er sich die Düsseldorfer Variante des französischen Begriffs für Blume – Flör – gegeben. Damit signiert er seine großformatigen Bilder, in welchen er Streetart, Comics und Graffiti zu einem Gesamtwerk verbindet, was er als „meine Art von Pop-Art“ bezeichnet. Damit hat er einen ganz eigenen Stil gefunden, der aus einer langen Entwicklung quer durch die Stilrichtungen gewachsen ist.

Das zeigt er mit seiner Ausstellung „Details“, die am Donnerstag in der Polizeibehörde eröffnet wurde. Seine Charakterköpfe quellen über von Details, denn zumeist schauen sie dem Betrachter vor einem Hintergrund aus unzähligen Doodles entgegen, Doodles, die zum Verweilen einladen, denn hier finden sich Monster und seltsame Wesen, Kraken und Figuren, die „ihr Innerstes auskotzen“, wie Mirko Blum erklärt.

Wer einmal beginnt, die Doodles genauer zu betrachten, kommt so schnell nicht mehr von den Bildern los. Der Düsseldorfer Künstler legt viel Wert auf leuchtende Farben. Seine Werke sind komplett auf Leinwand gepinselt. Das war nicht immer so. Als Jugendlicher waren Graffiti ein großes Thema, was tatsächlich auch einmal auf der Polizeiwache endete. „Ich war 16“, erinnert er sich zurück. „Nach einer Graffiti-Schulaktion wurde ich in Gewahrsam genommen. Das war auch ganz schön teuer.“ Deshalb hat er sich den legalen Leinwänden zugewandt. Nun, da er in einer Kreispolizeibehörde ausstellt, schließt sich der Kreis.

Die Ausstellung „Details“ des Düsseldorfer Künstlers „Flör“ ist noch bis zum 6. Februar zu sehen.

(sue)