Erkrath: Ausflug nach Gut Morp

Erkrath: Ausflug nach Gut Morp

70 Wanderer sind mit den Erkroder Jonges unterwegs. Wolfgang Herrmanns ist der neue zweite Baas. Unter seiner Führung erkunden die Erkrather ihre Heimatstadt. Wer nicht so gut zu Fuß ist, darf Traktor fahren.

Eine sonnige Wanderung durch Wiesen, Felder und einen neuen Weg bereiteten die Erkroder Jonges den Erkrather Bürgern am Wochenende. Mehr als 70 Personen genossen diesen Ausflug bei herrlichstem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen.

Wer nicht wandern konnte, wurde von Alfred Nieks Traktorenanhänger gemütlich gefahren. Ganz in seinem Element war der Baas der Jonges, der sich freute, den neuen zweiten Baas, Wolfgang Herrmanns, vorstellen zu können.

Herrmanns übernahm dann auch gleich die Führung. Der Weg führte über die Bahnstraße zum Steinhof und dann über den neu angelegten Fußweg zwischen dem Bürogebäude von Seco Tools am Ende des Steinhofs und den Bahngleisen Richtung Gerresheim.

Über die Bahnbrücke gelangte die Runde dann bald ans Ziel: Gut Morp. Im Innenhof des historischen Gebäudes hatte bereits die aktive Vorhut der Jonges einen einladenden Rastplatz vorbereitet. Bier gab es, Wasser und Würstchen mit Brot.

Platz fürs Federvieh

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Höhepunkt des Nachmittags aber war die Führung von Hausherr Dieter Kotulla durch die Gebäude, die ehemals Schweine-, Kuh- und Pferdestall waren. Viel Interessantes war aus erster Hand zu hören: Im Jahr 1993 hatte der Kaufmann das Anwesen nach jahrelangen Verhandlungen von den Grillo'schen Erben erworben.

Seit seiner Kindheit hatte Kotulla davon geträumt, ein solches Anwesen zu besitzen und zu restaurieren. Das Stichwort Restauration aber weckt keine angenehmen Erinnerungen beim Bauherrn. Weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht, hatte Kotulla in der Bauphase mit sieben verschiedenen Behörden zu "kämpfen". Die angenehmste Zusammenarbeit war dabei die mit der Stadt Erkrath, berichtet er.

Heute genießen die Mieterfirmen ein rustikales Arbeitsambiente. Sie kommen unter anderem aus der Computer- und der Modebranche. Der größte Luxus des Anwesens aber ist der Park hinter dem Gebäude. Dort leben Pfauen, Trauerschwäne und Hühner. Die großzügige Weite und die zahlreichen Gewässer locken aber auch Kanada-Gänse, Fischreier und Wasserratten an.

Umzäunt ist das Anwesen von einer Nadelbaumhecke von 620 Metern. Die Wander-Gäste der Erkroder Jonges lauschten den Berichten des Hausherrn mit großem Interesse. Bereitwillig beantwortete er die vielen Fragen der Besucher.

Dankbar waren alle, dass Dieter Kotulla sich viel Zeit für den Rundgang genommen hatte. Um 18 Uhr war der Wanderausflug beendet, und wer konnte, ging zu Fuß nach Hause. Der Rest wurde gefahren.

(RP)
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