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Mettmann: Aufräumen nach dem schweren Sturm

Mettmann : Aufräumen nach dem schweren Sturm

Ein starkes Unwetter hat am Montagabend für gewaltige Verwüstungen gesorgt. Umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen, S-Bahn und Regiobahn fuhren nicht mehr. Das Betreten des Waldes ist vorläufig verboten.

Der Kreis Mettmann hat gestern einen Krisenstab gebildet, um mit den Folgen des schweren Unwetters vom Montagabend fertig zu werden. Gegen 21.15 Uhr hatte sich schlagartig der Himmel verdunkelt, Sturm und sintflutartige Regenfälle wüteteten fast 45 Minuten lang über Mettmann, Erkrath und Wülfrath. Viele Bäume hielten den starken Böen nicht stand und stürzten auf Straßen und Vorgärten. Die Feuerwehren waren pausenlos im Einsatz.

"Zum Glück ist durch das Unwetter niemand verletzt worden", sagte Kreis-Sprecherin Daniela Hitzemann gestern. Um die Feuerwehren bei ihrer Arbeit zu unterstützen, hat die Kreisleitstelle Unterstützung aus dem gesamten Regierungsbezirk Düsseldorf angefordert. 240 Feuerwehrleute aus Wesel, Wuppertal, Remscheid und Solingen wurden in den Kreis Mettmann gerufen, um die erschöpften Kameraden abzulösen. Um die Abläufe zu koordinieren, wurde eine sogenannte Großschadenslage ausgerufen. Das Technische Hilfswerk war mit 100 Helfern aus ganz Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Das DRK Kreis Mettmann unterstützte mit 50 Helfern die Versorgung der Einsatzkräfte. "Insgesamt sind 1050 Kräfte im Einsatz", sagt Daniela Hitzemann.

Der Verkehr kam während und nach dem Unwetter am Sonntag so gut wie zum Erliegen. Fast alle Verbindungsstraßen zwischen den Städten waren aufgrund von umgestürzten Bäumen auf den Straßen unpassierbar. In sozialen Netzwerken tauschten sich viele Betroffene bis zum späten Abend aus. Allein an der bis gestern immer noch gesperrten Straße durch das Neandertal stürzten mehr als zehn Bäume auf die Fahrbahn. Die Hilfsbereitschaft war groß: Zwischen Erkrath und Unterbach stürzte in Höhe der Aral-Tankstelle ein Baum auf die Fahrbahn. Da die Straßenbeleuchtung ausgefallen war, konnte die Unfallstelle schlecht wahrgenommen werden. Ein Fahrer warnte andere Verkehrsteilnehmer per Taschenlampe.

Nicht mehr fahren konnten auch die Regiobahn sowie die S8 an den Haltstellen Hochdahl, Millrath und Alt-Erkrath. Erst heute wird sich der Bahnverkehr normalisieren. Wer in den nächsten Tagen einen Spaziergang im Wald plant, hat Pech. Die Forstbehörde hat ein kreisweites Betretungsverbot für alle Waldflächen einschließlich Wirtschaftswegen bis Freitag 0 Uhr ausgesprochen. In Mettmann gilt auch für alle Parks: Betreten verboten.

(RP)