Mettmann: Arbeitsmarkt ist stabil

Mettmann : Arbeitsmarkt ist stabil

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar in Mettmann, Erkrath und Wülfrath zwar gestiegen. Dennoch sehen die Arbeitsagenturen Düsseldorf und Wuppertal die Beschäftigung im Kreis Mettmann in guter Verfassung.

Die Zahl der Arbeitslosen in Mettmann, Erkrath und Wülfrath ist im Januar deutlich gestiegen. Dies geht aus den Monatsberichten hervor, die die Geschäftsführer der Arbeitsagenturen Düsseldorf und Wuppertal, Peter Jäger und Martin Klebe, gestern vorlegten. Dennoch bedeute diese Entwicklung keine Unterbrechung des positiven Trends im Kreis Mettmann, so Jäger beruhigend. Der Arbeitsmarkt im Kreis Mettmann sei weiterhin in einer guten Verfassung.

In Mettmann und Erkrath stieg die Zahl der Arbeitslosen um 105 auf 3098 (davon 1917 in Erkrath und 1181 in Mettmann), in Wülfrath um 37 auf 667. Die Arbeitslosenquote in Mettmann und Erkrath lag damit bei 7,5 Prozent und damit geringfügig höher als im Dezember (7,3), aber unter dem Niveau von Januar 2011 (8,0 Prozent). Im Bereich Niederberg (Wülfrath, Velbert und Heiligenhaus) lag die Arbeitslosenquote im Januar bei 7,4 Prozent nach 7,1 Prozent im Dezember und 7,8 Prozent vor einem Jahr. Für Wülfrath wird keine gesonderte Arbeitslosenquote angegeben.

Saisonbedingt ohne Job

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist wegen des Kündigungstermins zum Jahresende, des Auslaufens von Ausbildungsverhältnissen, des Endes des Weihnachtsgeschäftes und wegen witterungsbedingter Ausfälle bei Außenberufen normal, machte Jäger deutlich. Zudem hätten viele Arbeitgeber in saisonabhängigen Berufen wie Landschafts- und Gartenbau, Maler und Lackierer ihren Mitarbeitern eine Zusage auf Wiederanstellung gegeben, sobald die Witterungsverhältnisse eine Wiederaufnahme der Arbeit zulassen.

Die Nachfrage nach qualifizierten Kräften bewegt sich auf unverändert hohem Niveau, so Jäger. "Qualifizierte Kräfte werden gesucht." In Mettmann und Erkrath wurden 126 Stellen neu gemeldet. Im Dezember waren es 139. Für Wülfrath meldet die Wuppertaler Agentur 20 neue Stellen nach 37 im Dezember. In allen drei Städten gibt es damit 523 zur Besetzung ausgeschriebene Stellen.

Von der Zunahme der Arbeitslosigkeit besonders betroffen waren Land-, Forst-, Tierwirtschaft und Gartenbau mit plus 13,5 Prozent. Hier kommen auf eine gemeldete freie Stelle fast zehn Arbeitslose (9,7). An zweiter Stelle folgen Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik mit plus 9,9 Prozent Arbeitslosen. Auf eine freie Stelle kommen in diesen Bereichen 5,4 Arbeitslose. Am schlechtesten ist das Verhältnis von Arbeitsuchenden zu freien Stellen bei Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (12,9), am besten bei Naturwissenschaft, Geografie, Information mit 2,6 Suchenden pro Stelle.

Hier geht es zur Infostrecke: Was Arbeitslose in anderen Ländern bekommen

(RP/rl)
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