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Monats-Check: Anwohner fühlt sich abgezockt - Stadt sucht Lösung

Monats-Check : Anwohner fühlt sich abgezockt - Stadt sucht Lösung

Die Knöllchen an der Talstraße halten viele Bürger für völlig überzogen und unangemessen. Niemand werde behindert.

Mettmann (cz) Der Gemüsehändler Ugur Baydar hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Knöllchen bezahlt. "Es sind jedes Mal 20, 30 oder 50 Euro. Ich schätze, da sind in den letzten drei Jahren 1500 bis 2000 Euro zusammengekommen." Der türkischstämmige Mettmanner betreibt einen Obst- und Gemüsemarkt an der Kleinen Mühlenstraße in der Innenstadt. Seit vier Jahren wohnt er mit seiner Frau Hacer und drei Kindern an der Talstraße. In den ersten Jahren gab es kaum Strafzettel, "ich habe vielleicht 40 Euro pro Monat bezahlen müssen". Dann wurde mehr kontrolliert, auch in den späten Abendstunden. Die Stadtverwaltung hat auf die Kritik in Sachen "Knöllchen an der Talstraße" reagiert und teilt mit, dass die Talstraße in den Zuständigkeitsbereich des Kreises falle. Die Stadtverwaltung habe demnach gar keine Möglichkeit, im Bereich des unbefestigten Randstreifens Parkplätze für die Anwohner anzulegen. Nach mehreren Anwohnerbeschwerden seien vermehrte Kontrollen der Ordnungsbehörde in der Talstraße, vor allem im Bereich der dortigen Bushaltestelle, erfolgt.

Die Situation und mögliche Problemlösungen seien mit dem betroffenen Bürger in einer Bürgermeistersprechstunde im November letzten Jahres, in Anwesenheit von Kirsten Kaufung, Leiterin der Ordnungsbehörde, sehr ausführlich besprochen worden.

Die Stadtverwaltung Mettmann und insbesondere Bürgermeister Thomas Dinkelmann könnten die Probleme der Bewohner an der Talstraße, die über keine eigene Garage verfügen, nachvollziehen und beteiligten sich im Rahmen der Möglichkeiten an einer Problemlösung. Es wäre allerdings nicht erklärbar, warum Falschparker beispielsweise im Innenstadtbereich mit einem Bußgeld rechnen müssen, im Bereich der Talstraße aber trotz eines eindeutigen Parkverbots nicht, so Stadtpressesprecher Christian Barra. Vielleicht sollte die Stadtverwaltung mal mehr in Leben schauen und nicht in das klamme Stadtsäckel. Der Eindruck besteht, dass hier vermehrt Kontrollen stattfinden, um Geld einzunehmen.

(RP)