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Wülfrath: Andrang beim Maikonzert

Wülfrath : Andrang beim Maikonzert

Die Traditionsveranstaltung des Musikvereins Kalkstädter zieht Wülfrather an. Freunde und Bekannte treffen sich, prosten sich zu und genießen die Klänge des 42-köpfigen Orchesters.

Die Sonne scheint als vorsommerlicher Bote vom Himmel, die Leute treffen gut gelaunt in kurzen Hosen und T-Shirts, viele auch zu Fuß oder mit dem Rad, auf dem Gelände an der Flandersbacher Straße ein. Bei gutem Wetter war nichts anderes zu erwarten — das traditionelle Maikonzert der Kalkstädter ist ein Magnet. Am 1. Mai rückt der Wülfrather gerne mal enger zusammen. So ist der festlich geschmückte Innenhof am Vereinshaus gut gefüllt. Die Besucher scheinen den Andrang zu genießen. Da wird der Plausch auf die Sitzgruppe der benachbarten Bierbank ausgeweitet, einander freudig zugewunken und zugeprostet.

Eine starke Truppe

Frontal vor den Reihen unter dem Vordach hat sich das Orchester platziert, besetzt mit stolzen 27 Musikern und 15 vereinseigenen Musikschülern. Eine starke Truppe, die akustisch mit ihrem Publikum mithalten kann und so trotz Biergartenatmosphäre durch die munteren Reihen hinweg auf Gehör stößt. Traditioneller Marsch oder modernere Stücke wie "That happy feeling" oder "Lord oft he Dance" — das Programm und die Qualität der musikalischen Darbietung des einstmaligen Spielmannzuges begeistert wieder das Wülfrather Publikum.

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Da sind zum Beispiel die WüRGer, die mit dem Pils in der Hand anerkennend den Orchestermitgliedern zunicken, und die Seniorin, die ihrer Freundin zuflüstert: "Jedes Jahr einfach wieder schön". Tatsächlich alle Jahre wieder? "Selbstverständlich", findet Axel Paul von der Wülfrather Gruppe. "Gerade die Vereine haben die Aufgabe, Traditionen zu wahren und so die lokale Kultur aufrechtzuerhalten."

Dass Tradition nicht Stillstand heißt, zeigt die Entwicklung des Maikonzerts der Kalkstädter. Früher als Spielleute auf den Straßen durch die Stadt — heute ein, immer noch kostenfreies, Konzert im eigenen Haus. Das soll auch so bleiben: "Wir nehmen keinen Eintritt, weil wir uns auf diese Art und Weise bei den Wülfrathern für die ganzjährige Unterstützung bedanken möchten", erklärt Moderatorin Nicole Nöske.

Bier und Bratwurst

Biergartenatmosphäre, kalte und auch "trendy" Getränke, wie zum Beispiel "Aperol-Sprizz" und ein Programm für Jung und Alt — das sorgt für Zufriedenheit bei Gästen und Akteuren. So genießt es Musikschülerin Pia Faubel (12), ihr Können unter Beweis zu stellen und zu zeigen "wie toll wir Kalkstädter als Team funktionieren." Nach 13 gelungenen musikalischen Stücken, Bier, Bratwurst und ein paar sonnenreichen Stunden ist der 1. Mai 2012 auf der Flandersbacher Straße passé und der Wülfrather verabschiedet sich mit: "Bis zum nächsten Jahr."

(nibo)