Mettmann: Alte Bausubstanz retten

Mettmann: Alte Bausubstanz retten

Thomas Dinkelmann ruft die Initiative "Stadtbildpflege und Denkmalschutz" ins Leben. Es geht darum, schützenswerte Häuser aufzulisten und sich für ihre Erhaltung einzusetzen.

In Mettmann gründet sich unter der Leitung von Thomas Dinkelmann eine freie Initiative mit dem Titel "Stadtbildpflege und Denkmalschutz". Zum Gründungsabend lud er Wolfgang Haase vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz ein. Die Initiativgründung ist zwar noch nicht offiziell. Zunächst soll die weitere Vorgehensweise in Ruhe geplant werden.

Bestandsaufnahme ist nötig

Im Kern gehe es darum, die verbliebene historische Bausubstanz der Stadt zu erhalten. Dies könne erreicht werden, indem mehr Gebäude unter Denkmalschutz gestellt werden. Doch dafür sei zunächst eine ausführliche Bestandsaufnahme historischer Mettmanner Bauten vonnöten. Als Vorreiter dient dazu ein vom Heimatforscher Horst G. Hütten angefertigtes Verzeichnis denkmalwürdiger Häuser, das im Jahr 1975 fertiggestellt wurde. "Seitdem ist nichts weiter passiert", beklagte Dinkelmann, der zusammen mit Freiwilligen die Auflistung komplettieren, teilweise komplett erneuern und zeitgemäß bebildern möchte. Dabei könne entweder epochal oder aber geografisch gegliedert vorgegangen werden.

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Ist die Liste komplett, könne sich die Initiative an das Rheinische Amt für Denkmalpflege wenden, das einer Stellung unter Denkmalschutz zustimmen müsste. Behelfen möchte man sich bei der Recherche bei älteren Mitbürgern. Die Heimatvereinigung Aule Mettmanner habe bereits Unterstützung zugesichert. Wichtig sei zudem, die Gebäudeeigentümer mit ins Boot zu holen.

Gabriele von Mauschwitz, Vorsitzende des Vereins Kultur-Kinder, gab zu bedenken, dass die Initiative pragmatischer vorgehen müsse. "Wenn wir in ein paar Jahren mit der Dokumentation fertig sind, steht die Hälfte der Gebäude wahrscheinlich nicht mehr", sagte sie mit Blick auf fragwürdige Abriss- und Modernisierungsentscheidungen in der Vergangenheit. Dinkelmann stimmte zu, dass man vom Verfall bedrohten und noch nicht unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden besondere Aufmerksamkeit schenken müsse.

(RP)