Klimaschutz im Kreis Mettmann Vorbildlich sanierte Häuser gesucht

KREIS METTMANN · Bis zum 30. Juni können sich Hausbesitzer bei der Initiative „ALTBAUNEU“ um eine Auszeichnung für ihr energetisch saniertes Haus bewerben.

 Es lohnt sich, Altbauten energetisch zu sanieren.

Es lohnt sich, Altbauten energetisch zu sanieren.

Foto: dpa-tmn/Bernd von Jutrczenka

Hausbesitzer, die ihr Haus energetisch saniert haben, können sich bis zum 30. Juni um eine Auszeichnung der Initiative „ALTBAUNEU“ des Kreises Mettmann bewerben. Die Kampagne unter dem Motto „Ausgezeichnet! Gut gebaut.“ geht am 1. März offiziell an den Start und rückt die Themen Sanierung und Energieeffizienz in den Mittelpunkt.

„Wir wünschen uns, dass viele Bürgerinnen und Bürger im Kreis zeigen, dass sich ihr Haus in einem vorbildlichen energetischen Zustand befindet“, so Landrat Thomas Hendele. Für den Kreis ist die Investition der Hauseigentümer ein wichtiges Engagement für den Klimaschutz. Um die Auszeichnung können sich alle Hauseigentümer bewerben, die eine der beiden Kriterien erfüllen. Die privat genutzte Immobilie muss entweder nach einer Sanierung mindestens den Standard des KfW-Effizienzhauses 100 erreichen. Oder es sind im Gebäude mehrere Einzelmaßnahmen umgesetzt worden. Dabei können die vorgegebenen Werte ganz unkompliziert durch einen Energieausweis oder durch den Nachweis einer entsprechenden Förderung belegt werden.

Es gibt aber auch eine Neuerung. Dieses Mal werden auch Neubauten ausgezeichnet, die einen Standard eines KfW-Effizienzhauses 55 oder 40 erreicht haben. Auch Besitzer von Neubauten aus Holz können sich bewerben. „Die energetische Sanierung von bestehenden Wohnhäusern und ein hoher energetischer Standard bei Neubauten sind wichtige Pfeiler für das Erreichen unserer Klimaschutzziele, denn etwa 40 Prozent des Energieverbrauchs im Kreis Mettmann werden für Wärme in den Gebäuden benötigt. Unser Ziel, die CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren, können wir nur erreichen, wenn alle mitmachen“, betont der Landrat.

Eine energetische Gebäudesanierung spart nicht nur eine Menge Energie und Kosten, sie steigert auch grundsätzlich den Wert der Immobilie. Landrat Thomas Hendele ist sich sicher: „Auf dem Immobilienmarkt werden in Zukunft die Häuser interessant sein, die wenig Energie verbrauchen.“ Aktuell sind außerdem die Bedingungen für eine energetische Sanierung besonders günstig, da die staatliche Förderung deutlich erhöht wurde. Mehr Geld gibt es beispielsweise beim Umstieg von einer Ölheizung auf eine Heizung mit regenerativer Energie.

Die Auszeichnung ist mit einer Plakette, wahlweise als Hausnummer, verbunden, die am Haus angebracht werden kann. Damit sind die Sanierung und das Engagement der Hausbesitzer in Zukunft auch von außen zu erkennen. Die erfolgreich Teilnehmenden erhalten zusätzlich eine Prämie von 500 Euro.

Die Kampagne „Ausgezeichnet! Gut gebaut.“ findet im Rahmen des nordrhein-westfälischen Netzwerks „ALTBAUNEU“ statt, das von „NRW.Energy4Climate“ und vom Wirtschaftsministerium NRW unterstützt wird. Im Kreis Mettmann wird die Initiative unterstützt von der Kreishandwerkerschaft, Energieberatern der Verbraucherzentrale NRW sowie den Städten des Kreises. Informationen zu den Teilnahmebedingungen sowie zu aktuellen Förderungen gibt es im Netz unter

alt-bau-neu.de/kreis-mettmann. Zudem steht Peter Wobbe-von Twickel, Stabstelle Klimaschutz, bei Fragen zur Verfügung, per Telefon unter 02104 992866 oder per E-Mail an p.wobbe@kreis-mettmann.de.

(am)