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Mettmann Aldi expandiert in Mettmann

Düsseldorf · Der Lebensmitteldiscounter will einen Teil des seit Jahren leerstehenden Anbaus an der Flurstraße nutzen. Die Deutsche Post erwägt, dort einen Paketservicedienst zu etablieren. Die Stadt hat die Sortimentsregelung gelockert.

Seit sieben Jahren steht ein Anbau neben dem Aldi-Markt an der Flurstraße leer. Das soll sich nun ändern: Aldi will seine Verkaufsfläche um 100 von 700 auf 800 Quadratmeter vergrößern. Die Post erwägt, dort einen Paketservicedienst einrichten. Im nächsten Planungsausschuss des Mettmanner Stadtrates am 12. Mai sollen Flächennutzungs- und Bebauungsplan entsprechend geändert werden. Einwände gegen das Vorhaben sind nicht in Sicht.

Keine Konkurrenz erwünscht

Die Stadt hatte an dieser Stelle mit Blick auf die künftige Bebauung am Königshof keine Branche zugelassen, die dem Einzelhandel in der Mettmanner Innenstadt schaden könnte. Man wolle keine Konkurrenz zur Innenstadt schaffen und Käufer auf "die grüne Wiese" locken. Viele Mettmanner sehen das anders. Von einer "grünen Wiese" an der Flurstraße könne keine Rede sein, sagen sie. Zu Fuß sei man in nur wenigen Minuten in der Innenstadt.

An der Flurstraße versorgen Rewe mit einem Getränkemarkt und einer Postfiliale sowie Aldi die Bevölkerung nicht nur aus Mettmann-Süd. Auch Mettmanner aus anderen Stadtteilen und aus Haan steuern die Flurstraße an. Ursprünglich gab es einmal Überlegungen, dass sich an der Flurstraße im Aldi-Anbau ein Drogeriemarkt und ein Geschäft für Babyausstattung etablieren. Doch dies wurde aufgrund der Konkurrenz zur Innenstadt ausgeschlossen.

Fachmärkte, so hieß es vor Jahren seitens der Stadtverwaltung, seien zulässig. Voraussetzung: ihr Sortiment beinhalte keine Waren, die es auch in der Innenstadt zu kaufen gebe, sagt Fachbereichsleiter Kurt-Werner Geschorec. Ein Autoteile- und -zubehör sowie ein Tapeten- und Bodenbeläge-Geschäft wären damals möglich gewesen. Nachdem Autoteile Unger eine Zweigstelle Auf dem Hüls eröffnet hatte, war der Plan vom Tisch. Hellweg vergrößerte sein Sortiment – auch in Bezug auf Bodenbeläge. Der Markt war gedeckt.

Nun wurde ein Kompromiss gefunden. Und zwar zusammen mit der Bezirksregierung, die immer bei einem sogenannten Sondergebiet gehört werden muss. Auch die Industrie- und Handelskammer hat keine Einwände gegen zwei Fachmärkte (Verkaufsfläche maximal 1100 Quadratmeter). Bedingung: Sie dürfen nur folgendes Sortiment anbieten: Leuchten, Lampen, Fahrräder, Werkzeuge, Maschinen, Rollläden, Markisen, Sanitärbedarf und Zoologischer Bedarf. Allerdings, so Kurt-Werner Geschorec, haben sich bisher bei der Stadt noch keine Anbieter mit einem solchen Sortiment gemeldet.

(RP)
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