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Erkrath: Ärger um die Grundschule Sandheide

Erkrath : Ärger um die Grundschule Sandheide

Eine einfache Sanierung der Grundschule würde 2,5 Millionen Euro kosten, eine vollständige 6,5 Millionen Euro. Die Verwaltung hat deshalb die Schließung zum Schuljahr 2016/1017 vorgeschlagen. Die Parteien wehren sich aber gegen eine Schließung, sie wollen sanieren oder neu bauen.

Die Grundschule Sandheide steht auf der Kippe. Wenn es nach den Plänen der Verwaltung geht, soll die Schule wegen des hohen Sanierungsbedarfs nur noch bis zum Schuljahr 2016/17 laufen und dann geschlossen werden. Dagegen wehren sich aber die Parteien. In der gestrigen Sitzung des Schulausschusses machten CDU, SPD, Grüne und BmU deutlich, dass sie das ablehnen. Die Grundschule soll auf jeden Fall weiterbestehen, nur über das Gebäude ist man sich uneins. Die CDU will selbst die abgespeckten Sanierungspläne der Stadt nicht mittragen und denkt an kleine Verbesserungen, die für einen Schulbetrieb reichen, sagt Marc Hildebrand (CDU). Die SPD will wegen der Millionenkosten für die Sanierung lieber gleich ganz abreißen und neu bauen, sagte Fraktionschef Detlef Ehlert jüngst. Auch die Grünen wollen einen Neubau prüfen lassen und tendieren zur kompletten Lösung, sagt Andrea Stracke-Knitsch. Die Bürger mit Umweltbewusstsein (BmU) haben sich noch nicht zwischen Neubau und Sanierung entschieden, sagt Monika Hustädt.

Die Kostenhöhen in dem vom Architekturbüro Hellmeister erstellten Gutachten sind erschreckend. Der Energieverbrauch des Gebäudes liegt bei aktuell 257,1 kwh/m2a. Der für Schulen dieser Größe gemäß Energieverordnung einzuhaltende Wert liegt bei 105 kwh/m2a. 2,5 Millionen Euro müssen für eine Grundsanierung investiert werden, eine Komplettsanierung würde mit 6,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Ein kompletter Neubau der Schule inklusive der Erlöse für nicht mehr gebrauchte Flächen würde rund 5,5 Millionen Euro kosten.

CDU: "Neubau ist nicht bezahlbar"

SPD und Grüne wollen deshalb eine komplett neue Schule bauen. Man wolle in Kinder und Bildung investieren. Immerhin hatten die Schulleiterin Susanne Adomeit und ihr Lehrerinnen-Team mit Unterstützung von Beate Grass als Verantwortliche für den OGS-Betrieb (Offene Ganztagsgrundschule) für den Fortbestand der Schule plädiert. Die CDU will die Grundschule Sandheide ebenfalls weiter betreiben. Aber nicht abreißen und neu bauen. Sie kritisiert die Neubaupläne der SPD als nicht bezahlbar. Es kämen immense Kosten auf den ohnehin mit einem sieben Millionen Euro Defizit belasteten Haushalt der Stadt zu. Zudem gebe es noch andere Projekte wie der Neubau der Feuerwache, die zu stemmen seien. Es gebe außerdem noch andere Gebäude mit Sanierungsbedarf.

(RP)