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Abi-Kick: Schüler der Mettmanner Gymnasien liefern spannenden Wettkampf

Mettmann : Schüler liefern spannenden Wettkampf

Beim Abi-Kick war diesmal die Mannschaft des KHG deutlich stärker. Das sportliche Duell hatte 800 Zuschauer.

Richtig spannend machten es die Mannschaften des Heinrich-Heine- und des Konrad-Herresbach-Gymnasiums beim Abikick am Mittwochabend. Erst im Elfmeterschießen entschied das KHG mit einem Tor Vorsprung das hart umkämpfte Derby der Abiturjahrgänge für sich. Nachdem in der Verlängerung erst das HHG durch ein Tor von Kapitän Tyrese Chatmon in Führung gegangen war, glich der Kapitän des KHG, Ebrahim Omayrat, aus. Im anschließenden Elfmeterschießen hatten dann das KHG-ler die Nase vorn, so dass es zum Schluss 6:5 für die Gäste hieß.

„Abikick“, diese Veranstaltung hat Tradition in Mettmann. Es lässt die sportliche und freundschaftliche Rivalität zwischen den beiden Gymnasien in ein Derby beider Abiturjahrgänge fließen. Jährlich werden dafür bis zu 1000 Zuschauer erwartet. Auch in diesem Jahr maßen sich die Jugendlichen auf dem Sportplatz des HHG und lieferten sich dabei einen spannenden Wettkampf.

„Das KHG ist diesmal die stärkere Mannschaft, das muss man neidlos anerkennen“, gab HHG-Schulleiter, Hanno Grannemann, schon nach der ersten Halbzeit zu. „Sie haben ja auch noch was gut zu machen, nachdem sie vor zwei Jahren eine 10:1 Schlappe kassiert haben“, fügte er schmunzelnd hinzu, um dann seine Jungs in Schutz zu nehmen: „In der KHG-Mannschaft spielen ja auch mehr als die Hälfte aktiv im Verein.“

Elf Vereinsspieler, um genau zu sein, fanden sich im 17-köpfigen KHG-Kader, darunter auch die einzige junge Frau, Alexia Korekt. Sie wurde von ihrem eigenen, rein weiblichen Fanclub lautstark angefeuert, als sie nach der Halbzeit-Pause eingewechselt wurde - und das Flutlicht nach einer zehnminütigen Spiel-Unterbrechung durch den herbeigeholten Hausmeister angeschaltet werden konnte. „Ich spiele Fußball bei ME-Sport, seitdem ich sechs bin. Also schon zwölf Jahre. Dort als Sechser, heute aber im rechten Mittelfeld“, berichtete die Abiturientin, die gern Sportwissenschaften in Wuppertal studieren möchte.

Die KHG-Mannschaft hatte ihr Training übrigens in Eigenregie durchgezogen, erst einmal monatlich, je näher der Termin des traditionellen Kicks kam, dann häufiger. Im Gegensatz dazu hatte die Mannschaft des HHG Unterstützung durch ihren Sportlehrer Klaus Düren. Er habe vor allem an der Taktik der Mannschaft gefeilt, wie die Nummer zwei, Peter Nowak berichtete, der nach dem Abi erst einmal ein soziales Jahr machen möchte.

Bereits seit 2014 ist Tim Wachten als „Stadionsprecher“ beim Abikick dabei. „Als ich Abi gemacht habe, habe ich den Job übernommen und bin dann jedes Jahr wieder gefragt worden“, erzählte Wachten, der extra aus Duisburg gekommen ist, wo er BWL studiert.

Gleich 30 junge Frauen, alle aus dem Abitur-Jahrgang des KHG, hatten auf diesem Rasen ihren großen Showtanz-Auftritt in der Halbzeitpause. Die Show, die die Mädels auf den Rasen zauberten, war ein echter Hingucker. Vielleicht durch die Tanzgruppe motiviert oder durch die lautstarke Trommel-Untermalung durch Lennart Burger oder Sven Adolphy und das dazu skandierte „Wer nicht aufsteht, ist ein Heini“, hatte die Mannschaft des KHG bei dem hauchdünnen Sieg am Ende die Nase vorn. Beim diesjährigen Abikick hatten Zuschauer wie Spieler wieder jede Menge Spaß.