1. NRW
  2. Städte
  3. Mettmann

50 Jahre Heinrich-Heine-Gymnasium in Metzkausen

Großer Festakt und am Abend Ehemaligen-Treffen : Heine-Gymnasium feiert 50. Geburtstag

Ehemalige Schüler und Lehrer bedanken sich für die interessante Zeit am Metzkausener Gymnasium.

Schüler, Lehrer, Ehemalige, Gäste aus Politik und Verwaltung feierten am Samstag den 50. Geburtstag des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Metzkausen.

Eine prominente Ehemalige, die Pianistin Hanni Liang, war extra aus Hamburg mit Mann und 16-Monate altem Sohn angereist. Sie verzauberte beim Festakt in der Aula das Publikum mit ihrem fulminanten Spiel.

Hanni Liang sprach   Dank „aus tiefstem Herzen für eine wunderbare Zeit hier“ aus, was viele Ehemalige wohl ebenso sahen: „Erst haben wir alle den letzten Schultag herbeigesehnt. Als wir hier in der Aula unsere Zeugnisse entgegengenommen haben, hatten wir aber alle das Gefühl: Wie schön wäre es, wenn wir zurückkommen könnten.“ Zur Freude aller Anwesenden tat die prominente Abiturientin aus dem Jahr 2011 genau das, um die Zuhörerschaft mit ihrem virtuosen Spiel zu begeistern. Eine weitere „Rückkehrerin“, diesmal aus Bremen, wohin sie es nach ihrer Pensionierung vor zwei Jahren verschlagen hatte, war die ehemalige Deutsch- und Englischlehrerin Anne Straßmann: „Ich habe in meiner Zeit hier immer die freundliche Atmosphäre zwischen Lehrern und Schülern geschätzt. Und besonders, dass ich immer die Freiheit hatte zu tun, was ich für richtig hielt“.

Dass das HHG  ein besonderer Lernort für Schüler- und Lehrerschaft gleichermaßen ist, zeigte sich in dem Film, der jedem Jubiläumsjahr ein Ereignis aus der Schul- und der realen Geschichte der letzten 50 Jahre gegenüberstellte. Bürgermeister Thomas Dinkelmann nannte in seiner Rede den gesamten Namen des Heinrich-Heine-Gymnasiums und nicht das Kürzel HHG, das schon mal zu Verwechslungen mit dem KHG führen kann.

Zum kurzweiligen Rahmenprogramm gehörte noch die Aufführung der Theater-AG der Sekundarstufe I unter Deutsch- und Geschichtslehrer Carsten Heth. Die „Scheufel“, wie die Bande (Schmutz-)Teufel sich nannte, stürmte nach dem Grußwort des Dezernenten Martin Teuber von der Bezirksregierung die Bühne der Aula und wollte den  Festakt stören. Die 10-jährige Zoe zeigte dabei besonderen Einsatz. Die Krücken, an denen sie wegen eines verstauchten Fußes gehen musste, hinderte sie nicht daran, die „Schmutzteufel“ aus der Aula zu vertreiben. Mit „Man in the Mirror“ setzte der Schulchor den Schlusspunkt der gelungenen Feierstunde, in der zuvor Schulleiter Hanno Grannemann eine ebenso kurzweilige wie phantasievolle Rede auf die Entwicklung des „Geburtstagskinds Heinrich-Heine-Gymnasium“ gehalten hatte. Er hob besondere Stationen heraus: den Schüler-Austausch zunächst mit mit Laval, später mit Crécy sur Serre und zuletzt mit Schülern aus China, die Verleihung des Landespreis „Planspiel Börse“ oder des „Road Ahead Price“ durch keinen Geringeren als Software-Genie Bill Gates. Hanno Grannemann ging in seiner Rede auf den Gründungs-Schulleiter Dr. Hans-Joachim Buch ein, der mit damals 37 Jahren das HHG über viele Jahre verantwortungsvoll führte und ausbaute.  Buchs Nachfolger Bernd Wiese war seiner Zeit voraus und forcierte die Ausstattung mit Computern. Schließlich war es Schulleiterin Sabine Thomas, die die Umstellung des HHG auf den Ganztagsbetrieb bewerkstelligte. „Profitiert hat die Schule auch in dieser Phase, wie über all die Jahre hinweg, von dem ausgesprochen guten Klima, dem vertrauensvollen Miteinander, der offenen Gesprächskultur und dem konstruktiv-kritischen Diskurs innerhalb der ganzen Schulgemeinschaft“, so Grannemann.