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Erkrath: 50 Jahre DLRG in Erkrath

Erkrath : 50 Jahre DLRG in Erkrath

Die Rettungsschwimmer feiern Jubiläum in ihrem Vereinsheim. Der Ausbildungsbetrieb begann im Gerresheimer Hallenbad. Nach dem Bau des Neanderbads fusionierten die Ortsgruppen.

"Jeder Mensch ist ein Schwimmer – jeder Schwimmer ein Rettungsschwimmer" lautet ein Motto, das die DLRG-Ortsgruppe Erkrath schon seit unglaublichen 50 Jahren begleitet. Aus diesem Anlass feierte sie am Samstag ihr Jubiläum im eigenen Vereinsheim. Gestärkt mit selbst gemachte Schnittchen und zahlreiche Erfrischungsgetränke dachten die Mitglieder an die beeindruckende Entwicklung ihres Vereins und seine zahlreichen Erfolge zurück. Auch einige Vertreter der lokalen Politik, wie Bürgermeister Arno Werner und Landrat Manfred Krick, sowie Mitglieder befreundeter Vereine ließen sich dieses Ereignis nicht entgehen und hörten interessiert dem Vortrag des DLRG-Vorsitzenden Wolf-Dietrich Dölling zu.

Stützpunkt Unterbacher See

Er erzählte von einem halben Jahrhundert Vereinsgeschichte mit Höhen und Tiefen. Entstanden ist der Verein 1962 aus dem DRLG-Stützpunkt Unterbacher See. Bereits nach einem Jahr konnte die DRLG Erkrath 450 Mitglieder verzeichnen. Nach und nach wurden dann in den nächsten Jahren die Rettungswache am Unterbacher-See geschaffen, motor- und batteriebetriebene Rettungsboote gekauft, die Jugendabteilung erweitert und Ferienfeizeiten angeboten.

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1975 wurde das Erkrather Schwimmbad gebaut, womit sich für die Rettungsschwimmer ein Traum erfüllte. Dennoch fehlte etwas Elementares: Ein eigenes Vereinsheim, das sie nach 19 Umzügen im Jahr 1999 auf dem Brachgelände an der Karlstraße 7 mit viel Herzblut erbauten und Silvester 2000 einweihten. Bei dem Bau tatkräftig beteiligt war unter anderen Max Dörner, dessen Frau Gitta Dörner am Jubiläumstag für ihre 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde. Mehr als ein Jahr war er fast täglich auf der Baustelle. "Besonders schön ist es, nach der Fertigstellung des Vereinshauses zu sehen, wie sich das Gebäude immer mehr weiterentwickelt", sagt der 62-Jährige lächelnd. "Sogar Diskolichter für die Jugendlichen haben wir neulich montiert." Geprägt ist die DRLG durch ein beeindruckendes Gemeinschaftsgefühl, das auch nach der Fusion mit der DRLG-Ortsgruppe Hochdahl weiterhin besteht. Sogar ganze Familien gehören schon seit Generationen zum Verein. So auch Sarah Müller, Tochter der Schatzmeisterin Elke Müller, die schon mit vier Jahren in den Verein kam und sich heute um die Ausbildung kümmert. " Ein besonders tolles Gefühl ist es für mich, wenn ich es schaffe, ein Kind, dass enorme Angst vorm Wasser hat, zum Schwimmen zu bringen", sagt die 27-Jährige strahlend. Lobenswert ist es, dass alle ehrenamtlichen Mitglieder mit viel Leidenschaft dabei sind.

(nah)