Erkrath: 4,2 Millionen mehr für Bildung, Sport und Schule

Erkrath: 4,2 Millionen mehr für Bildung, Sport und Schule

Landeszuweisungen bringen der Stadt über acht Millionen Euro in die Kasse. Auch Schulden werden davon gedeckt.

Wer ein knapp sieben Millionen Euro-Defizit im Portemonnaie hat, freut sich über einen unverhofften Geldsegen. So auch die Stadt Erkrath. Sie erhielt am Dienstag die "neueste Modellrechnung zu den Gemeindefinanzen", danach bekommt die Stadt Erkrath im nächsten Jahr 6,64 Millionen Euro vom Land. "Das sind 4,2 Millionen mehr als wir erwartet hatten", sagt Christel Bauer von der Erkrather Kämmerei. Das Geld fließt zum großen Teil in die Bereiche Schule, Bildung und Sport. Wieviel davon zur Tilgung der Schulden verwandt wird, steht noch nicht fest.

Teilweise wird das Geld wohl nach vorhandenen Prioritätenlisten eingesetzt, die es zum Beispiel für Schulsanierungen und das Herrichten der Sportplätze gibt. Letztlich werden die Fachausschüsse und der Rat entscheiden, was mit den Mehreinnahmen geschieht. "Was wie erledigt werden kann, ist außerdem von der städtischen Personaldecke abhängig", sagt Bauer.

Kürtlich waren der Stadt Erkrath aus dem Einheitslastenabrechnungsgesetz erst 1,6 Millionen Euro zugesprochen worden. "Das Land erweist sich einmal mehr als zuverlässiger Partner der Kommunen", erklärt der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Erkrath, Detlef Ehlert. "Trotz der angespannten Kassenlage gibt das Land die erhöhten Steuereinnahmen im vollen Umfang an die Städte und Gemeinden weiter. Die Schlüsselzuweisungen erreichen mit acht Milliarden Euro ein Rekordhoch, die gesamte Finanzausgleichsmasse liegt bei 9,3 Milliarden Euro."

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Im Dezember vergangenen Jahres hatte Kämmereileiter Thorsten Schmitz erklärt, er wolle das städtische Defizit bis 2016 ausgeglichen haben. "Das ist schwierig, aber nicht unmöglich, wenn die wirtschaftliche Situation sich nicht verschlechtert", sagte der Fachmann damals.

Obwohl die Stadt ihr Konto um 20 Millionen Euro überzogen hat, ist 2013 für die Erkrather kein Jahr der steigenden Kosten geworden. Grund- und Gewerbesteuer blieben in der gleichen Höhe, wie sie waren. Allein die Steuer für Vierbeiner wurde teurer. Die Müllgebühren sind sogar leicht gesunken.

(RP)
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