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100 Jahre Firma Klotz in Mettmann: Jubiläum zu Coronazeiten

Traditionsbetrieb in Mettmann : 100 Jahre Klotz – trotz Corona ein gutes Jubiläumsjahr

Die Firma Klotz in Mettmann feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Die Geschäftsführer rechnen in diesem Jahr mit einem überdurchschnittlichem Geschäftsergebnis.

Ein besonderes Firmenjubiläum feiert jetzt das an der Bergstraße beheimatete mittelständische Unternehmen Klotz Technics GmbH & Co. KG. Die alteingesessene Mettmanner Firma befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Handel von Schlauch- und Armaturentechnik, Gummimatten, Arbeitsschutzprodukten und Baubedarf. Anders als viele Unternehmen, die in der Corona-Pandemie wirtschaftlich mit großen Problemen zu kämpfen haben, sind die Geschäftsführer Winfried Bleckmann und sein Sohn Frank M. Bleckmann mit dem bisherigen Geschäftsverlauf 2020 mehr als zufrieden. „Wir werden wohl eines der besten Geschäftsergebnisse der vergangenen Jahre erwirtschaften“, sagen beide übereinstimmend.

Der zweite Sohn, Roland Bleckmann, der die Schwestergesellschaft „Klotz Europe“ mit Sitz in der Schweiz leitet, nennt einen der wesentlichen Gründe für die erfreuliche Geschäftsentwicklung. „Einer der Hauptabnehmer unserer Produkte ist die Bauwirtschaft – und da brummt derzeit die Konjunktur.“ Seniorchef Winfried Bleckmann (83), der die Firmenentwicklung seit rund 60 Jahren wesentlich mitprägt, verweist auf die Firmenphilosophie. „Global denken – lokal handeln.“

Er trat 1959 in das Unternehmen ein, das 1920 von seinem Großvater Wilhelm Klotz als Rheinische Gummi-Gesellschaft ins Handelsregister eingetragen wurde und das seinen Firmensitzung bei der Gründung zunächst in Düsseldorf hatte. Nachdem das Unternehmen im Krieg zerstört wurde, siedelte die Firma nach Mettmann um, zunächst als Nachbar von Georg Fischer (heute Fondium), ehe der Betrieb zur Bergstraße umzog.

Das Unternehmen ist zwar 100 Jahr alt, technisch aber auf dem neuesten Stand. „Gerade die Digitalisierung hat für uns einen hohen Stellenwert. Darein haben wir eine Menge investiert und sehen auch die damit verbundenen Erfolge in unserem Betrieb“, betont Frank M. Bleckmann. Ein international tätiges Handelsunternehmen komme an der Digitalisierung auch gar nicht vorbei, ergänzt Chef-Einkäufer Roland Bleckmann. Per Videokonferenz kann er aus dem Schweizer Büro in Genf jederzeit mit Mettmann und der Welt kommunizieren.

„Für uns ist die Investition in Köpfe mindestens genauso wichtig“, betont Frank M. Bleckmann. Bereits mehrfach hätten die Auszubildenden im Beruf des Groß- und Außenhandelskaufmanns zu den Jahrgangsbesten im Kammerbezirk und darüber hinaus gehört. Zudem würden derzeit zwei Studenten an namhaften Hochschulen eine Art Stipendium erhalten.

Im Jubiläumsjahr denken die Geschäftsführer über eine Expansion des Unternehmens nach. Die Pläne einer generellen Verlagerung der Firma seien mittlerweile ad acta gelegt worden, sagt Winfried Bleckmann, der darauf hinweist, dass er sich schon vor einigen Jahren für eine generelle Überplanung des Gebietes an der Bergstraße ab Regiobahnhof ausgesprochen habe. „Da sind wir bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Mettmann leider auf taube Ohren gestoßen.“ Frank M. Bleckmann ergänzt, dass jetzt an eine deutliche Vergrößerung der Lagerflächen gedacht sei. „Direkt in Nachbarschaft unserer Firma befinden sich brachliegende Flächen. Wir stehen mit dem neuen Eigentümer im Gespräch, um diese Flächen als Lager nutzen zu können.“

Nicht nur als aktive Unternehmer, sondern auch als engagierte Gläubige in der christlich-freikirchlichen Gemeinde bringen sich die Bleckmanns vielfältig ein. „Wir wollen unser Unternehmen verantwortungsvoll führen und Tag für Tag christliche Werte vermitteln.“