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Zweites Tönnchenrennen in Strümp

Karneval in Meerbusch : Zweites Tönnchenrennen in Strümp

Ab 11.11 Uhr konnte das kleine blaue Tönnchen auf dem Schürreskarren im Hof von Baumeister über einen gewundenen Parcours mit einigen Hindernissen geschoben werden.

(kir) Zum zweiten Mal hatte am Karnevalssamstag das Wirtshaus Baumeister in Strümp zum „Tönnchenrennen“ eingeladen, dem Nachfolger des klassischen Tonnenrennens, das viele Jahre die Menschen zum Feiern auf den Hof der Martinusschule gezogen hatte.

Ab 11.11 Uhr konnte das kleine blaue Tönnchen auf dem Schürreskarren im Hof von Baumeister über einen gewundenen Parcours mit einigen Hindernissen geschoben werden, möglichst schnell, versteht sich. Auf die Sieger des Tages warteten einige schöne Preise. Die Brüder Lasse und Jesper hatten schon die erste Tour hinter sich, angefeuert von Onkel Philipp und Opa Bernd Dörnemann. Bedingt durch die niedrigen Temperaturen drängten aber viele Gäste zunächst in den bunt geschmückten Gastraum, in dem rheinische Karnevalsmusik und ein leckeres Bierchen die Besucher empfing. „Hier ist immer eine tolle Stimmung“, sagte Uschi Gaumer lachend. Sie hatte sich als Kuh verkleidet und trug eine Bio-Vollmilch um den Hals. „Später wollen wir auch tanzen, zumindest gilt das für uns Frauen“, versprach sie. Ihre Freundin Ellen Geisler nickte zustimmend und wippte rhythmisch mit dem Fuß.

Ihre Männer Jürgen und Norbert wollten sich lieber den flüssigen Genüssen widmen. „Alle sollen bei uns mitfeiern“, unterstrich das Quartett. Sogar Menschen aus Osterath und Lank! Das Karnevalslied der Bläck Föös „Unsere Stammbaum“ spräche ihnen voll aus dem Herzen: „Minsche us alle Länder triff m‘r he aan jeder Eck. M‘r gläuv, m‘r es en Ankara, Tokio oder Madrid, doch se schwade all wie mir un söke he ihr Glöck.“ Gastwirt Markus Vieten sagte: „Wir freuen uns über jeden Gast, der mitfeiern will.“

Auch etliche Schützen waren gekommen. Wie Klaus Kamp in Frack und Zylinder, der Mann einer der derzeitigen Ministerinnen. Unterstützt wurde er von dem König der Marinekompanie, Maat Karl-Heinz Hehnen, und Ingo Güse, Zugführer der Schill’schen Offiziere. „Wir wollen trinken, essen und gute Laune haben“, so ihr heutiges Motto.