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Zwei Männer sollen in Meerbusch eine Seniorin betrogen haben

Kriminalität in Meerbusch : Enkeltrickbetrug in Meerbusch: Zwei Bandenmitglieder gefasst

Bereits im November ist eine 84-jährige Meerbuscherin Opfer von Trickbetrügern geworden. Nun wurden zwei tatverdächtige Bandenmitglieder in Baden-Württemberg festgenommen.

Nach mehrwöchigen, intensiven und länderübergreifenden Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in 17 Fällen des sogenannten Enkeltricks mit einem eingetretenen Schaden in Höhe von knapp 120.000 Euro haben polnische Spezialeinsatzkräfte am vergangenen Dienstag gegen 14.30 Uhr zwei tatverdächtige Männer im Alter von 41 und 47 Jahren und eine 44-Jährige in einer Wohnung in Lodz (Polen) festgenommen. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung in Polen wurde umfangreiches Beweismaterial, unter anderem Laptops, Mobiltelefone sowie Schmuck und ein höherer Geldbetrag aufgefunden und sichergestellt. Nahezu zeitgleich nahmen Polizeikräfte des Polizeipräsidiums Konstanz zwei weitere tatverdächtige Bandenmitglieder im Alter von 21 und 71 Jahren aufgrund vorliegender Haftbefehle am Grenzübergang Thayngen/ Bietingen in Baden-Württemberg fest.

Diese beiden Männer sollen an einem Enkeltrickbetrug in Meerbusch beteiligt gewesen sein: Am 18. November  hatte  eine 84 Jahre alte Frau aus Meerbusch einen mittleren fünfstelligen Bargeldbetrag an eine unbekannte Abholerin übergeben. Zuvor war der Seniorin in einem Telefonat suggeriert worden, dass ihr Sohn und die Schwiegertochter auf Grund einer Coronaerkrankung in Lebensgefahr schweben würden. Zur Rettung wäre es nötig, ein in Deutschland nicht zugelassenes Medikament aus der Schweiz einzufliegen.