Zuschuss für Meerbuscher Tagesmütter

Politik : Tagesmütter sollen Zuschuss bekommen

Der Verein „Tagesmütter“ hat im Juli einen Zuschuss bei der Stadt beantragt, um weiter die Miete für seine Büroräume zahlen zu können. Das wurde jetzt vom Jugendhilfeauschuss bewilligt. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat.

Der Jugendhilfeauschuss hat dem Osterather Verein „Tagesmütter“ einen Zuschuss von 5000 Euro gewährt. Das wurde in der vergangenen Sitzung des Jugendhilfeauschusses beschlossen. Und das nicht nur für das nächste Haushaltsjahr, sondern auch für die Jahre darauf. Der Verein organisiert Weiterbildungen für Tagesmütter und informiert über die Tagespflege von Kindern. Die Büroräume sind seit 30 Jahren in der Breite Straße angemietet. Die Tagesmütter erhielten dafür 2018 noch 6000 Euro Betriebskostenzuschuss, jetzt fordern sie 5000 Euro. Ohne den Zuschuss hätten sie die Miete für die Räume nicht weiter bezahlen können.

Die Stadtverwaltung hatte im Vorfeld der Sitzung vorgeschlagen, den Zuschuss nicht mehr zu gewähren und legte im Jugendhilfeausschuss eine entsprechende Beschlussvorlage vor. „Uns geht es nicht darum, die wertvolle Arbeit des Vereins zu missachten“, sagte Erster Beigeordneter Frank Maatz. Aber die Tagesmütter brauchten die Büroräume nicht, um ihrer Arbeit nachzugehen, so die Meinung der Verwaltung. Der Verein könne für Fortbildungen und Treffen auch das Bürgerhaus Lank nutzen.

Angelika Schumann, Vorsitzende des Vereins, ist anderer Meinung. Sie brauchten einen Raum für Bürokräfte, sagt sie. Außerdem können die Tagesmütter in der Breite Straße ihre Unterlagen verschlusssicher unterbringen, so Schumann. Beides ginge im Bürgerhaus Lank nicht.

Die Mitglieder des Jugendhilfeauschusses sehen das ähnlich. Jürgen Eimer (SPD) forderte, den Tagesmüttern die 5000 Euro zu gewähren und es nicht nur bei einem Zuschuss für 2020 zu belassen. „Ich halte es für läppisch, sich hier jedes Jahr um 5000 Euro zu streiten. Die Stadt sollte sich das leisten“, sagte Eimer. Jörg Wartchow von der CDU sagte, „die Räumlichkeiten sind schon sehr groß“. Deshalb müsse geprüft werden, ob man auch Räume der Stadt zur Verfügung stellen könnte. „Aber wenn wir keine anderen Räumlichkeiten finden, sollten die Tagesmütter die 5000 Euro bekommen“, so Wartchow. Der Zuschuss wurde im Jugendhilfeauschuss einstimmig beschlossen. Der Rat muss dem nun noch zustimmen. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, so Angelika Schumann.

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