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Meerbusch: Zu Gast auf Gut Werthhof

Meerbusch : Zu Gast auf Gut Werthhof

Nierst Japanische Kirschbäume und Pyramidenpappeln säumen die Zufahrt zur Werthallee 51 an deren Ende Gut Werthhof liegt. Dort hat sich Renate Brors ihren Kindheitstraum erfüllt und auf dem weitläufigen Anwesen eine kreative und sehr persönliche Verbindung zwischen Natur, Historie und Kunst geschaffen.

Die Gartendesignerin wohnt seit 30 Jahren auf Gut Werthhof, vor 20 Jahren gründete sie dort ihr unternehmen und erschuf dort eine 9000 Quadratmeter große Gartenlandschaft. Der Vierkanthof liegt ein Stück erhöht hinter dem Deich in einer Rheinaue. Steigt der Pegel des Flusses an, liegen die Gebäude wie eine Insel im Rhein. Daher hat der Werthhof auch seinen Namen: Werth bedeutet Insel im Rhein.

Foto: Boris Schmidt

Zum ersten Mal erwähnt wurde der Hof bereits im 12. Jahrhundert. Er war dem Seisthof zugeordnet und gehörte zum Höfeverband des Klosters Meer. Die Höfe waren damals nicht nur landwirtschaftliche Betriebe, sondern hatten zudem eine Verwaltungsfunktion und regelten das Leben der Menschen, die in der Nähe lebten.

Das Wohngebäude ist rund 200 Jahre alt, die ehemalige Brennerei, die 1980 aus dem Denkmalschutz entlassen und abgerissen wurde, war sogar 250 Jahre alt. Die Scheune ist das modernste Gebäude auf dem Werthhof, sie stammt aus dem 20. Jahrhundert. Heute finden auf dem Werthhof regelmäßig Veranstaltungen rund um Natur und Kunst statt, wie beispielweise der "Tag der offenen Gartenpforte". Der Hof kann nach Anmeldung besichtigt werden.

(RP/ac)