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Interview: Zenker bringt Musik in die Halle 9

Interview : Zenker bringt Musik in die Halle 9

Ralf Zenker ist in der Musikszene Meerbusch für die Halle 9 des neuen Jugendcafés verantwortlich. Für die Event-Location nutzt er seine Kontakte, die er über die Jahre in seinem Musikverlag gesammelt hat

Das neue Jugendcafé "Juca" auf dem Betriebsgelände der Alten Seilerei in Osterath soll nicht einfach nur ein Treffpunkt für junge Menschen sein — hier sollen auch große Events stattfinden. Dafür gibt es die "Halle 9", eine Halle direkt neben dem Bistro-Bereich für mehr als 500 Gäste. Ralf Zenker kümmert sich um die Planung der Veranstaltungen. Er holt die Künstler ins "Juca", organisiert das passende Equipment und sorgt dafür, dass die Jugendlichen auf das Angebot aufmerksam werden.

Herr Zenker, vor kurzem hat das Juca eröffnet. Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?

Zenker Es ist großartig, was da auf dem alten Betriebsgelände entstanden ist. So etwas gibt sonst nirgendwo. Wir hatten den Anspruch, keine herkömmliche Freizeiteinrichtung zu schaffen, sondern eine Location, wo ordentlich die Post abgeht.

Als Organisator für die Musikszene Meerbusch haben sie in der Halle 9 viel zu tun. Was war bislang die größte Herausforderung?

Zenker Die Ausstattung! Wir hatten mit nur 12 000 Euro ein sehr begrenztes Budget. Mit dem Geld mussten wir die Beleuchtung, eine kleinere Musikanlage für das Bistro und die große Ton-Technik für die Halle anschaffen. Aber wir haben eine gute Lösung gefunden.

Haben sie das Budget einhalten können?

Zenker Nicht ganz (lacht). Wir mussten es ein wenig überziehen. Aber es hält sich im Rahmen. Leider hatten wir auch nur sehr wenig Zeit, um eine Ausstattung zu finden, die unseren Ansprüchen an eine gute Akustik gerecht wird. Es war eine schwierige Aufgabe.

Und wie profitieren die Meerbuscher Jugendlichen nun davon?

Zenker Wir wollen an jedem Wochenende eine größere Veranstaltung anbieten. Von Lesungen und verschiedenen Workshops, bis hin zu großen Partys und Konzerten. Auch das Spektrum der Musikrichtungen ist breit gefächert und bietet etwas für jeden Geschmack.

Wie kam es eigentlich zu dem Namen "Halle 9"?

Zenker Ursprünglich wurde der Komplex auf dem Betriebshof mit "Haus 9" bezeichnet. Für unser Projekt wäre dieser Name jedoch nicht pfiffig genug gewesen. "Halle 9" ist insbesondere für die Größe der Location viel passender und klingt auch einfach besser.

Können Sie schon verraten, ab wann es in der Halle 9 so richtig losgeht?

Zenker Schon in der zweiten Januar-Woche starten wir mit der ersten Veranstaltung. Ab 2014 wollen wir Drei-Monats-Programme entwickeln. Details kann ich noch nicht verraten, aber es wird nicht langweilig werden.

Sie haben ihr ganzes Leben in Osterath verbracht und kennen die Stadt. Aber woher haben Sie ihre Kontakte in der Musikszene?

Zenker Ich bin selbst Musiker, leidenschaftlicher Fotograf und habe seit vielen Jahren in Lank einen Musikverlag. Da kommt man viel rum und lernt interessante Menschen kennen. Das Projekt profitiert nun davon.

Und wie wollen sie die Jugendlichen auf die Halle 9 aufmerksam machen?

Zenker Natürlich gibt es eine Homepage und eine Facebook-Seite. Aber vor allem müssen wir uns an den Schulen präsentieren und da ordentlich Werbung machen.

Wie schätzen Sie die Chancen des Jugendcafés in Zukunft ein.

Zenker Das ist eine richtig tolle Kiste und für mich als Musiker eine Herzensangelegenheit. Die Rahmenbedingungen sind sensationell und daher wird sich die Halle 9 unter den Schülern schnell rumsprechen.

RP-MITARBEITER MARCEL ROMAHN FÜHRTE DAS GESPRÄCH

(RP)