Meerbusch: Wütende Bürger schreiben an Minister

Meerbusch: Wütende Bürger schreiben an Minister

Der Blitzer ist mal da, mal nicht. Der Ärger um den Lkw-Verkehr bleibt. Fünf Maßnahmen sollen helfen.

Im Kampf gegen den verbotenen Lkw-Verkehr durch Lank-Latum und Nierst haben sich die Vereinigten Bürgerinitiativen Meerbusch-Nord, der Bürgerverein Nierst, der BUND, der NABU und der Heimatkreis Lank jetzt an Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) gewandt. "Trotz vieler Gespräche mit Vertretern der Stadt Meerbusch, und des Rhein-Kreises Neuss sowie mit den zuständigen Polizeidienststellen hat sich bis heute an den unerträglichen Belastungen durch den zunehmenden Lkw-Verkehr von und zum Rheinhafen Krefeld über die Uerdinger Straße in Lank-Latum und die Stratumer Straße in Nierst nichts geändert", heißt es in dem Schreiben. Der Brief wurde auch an Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher, Elfriede Sauerwein-Brasiek von Straßen NRW, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage verschickt.

Nach wie vor führen täglich über hundert Lkw durch Lank, sowie 20 bis 30 durch Nierst. Und das, obwohl eine Sperrung für Lkw über 7,5 Tonnen in Lank und 3,5 Tonnen in Nierst gilt. Das führe zu Lärm, Abgasen und gefährlichen Verkehrssituationen, auch aufgrund erhöhter Geschwindigkeit. "Die Anwohner und die Kinder in den beiden Kindertagesstätten in Lank-Latum und Nierst sind es jetzt leid!", heißt es.

Auch das Hin und Her des Blitzers monieren die Bürger: "Der im Februar vom Rhein-Kreis Neuss aufgestellte ,Monsterblitzer' in Lank-Latum ist bereits wieder abtransportiert worden. Während der Überwachungsphase gab es zudem mehrtägige Unterbrechungen. Jetzt steht er mal wieder da?!" Der Blitzer-Standort werde außerdem von den Lkw über das Gewerbegebiet In der Loh umfahren.

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Die Bürgergemeinschaften fordern die Umsetzung von fünf Maßnahmen: Die umgehende Installation von feststehenden Anlagen zur Überwachung des Lkw-Verkehrs sowie die Feststellung von Geschwindigkeitsübertretungen aller Verkehrsteilnehmer. Zweitens ergänzende Verkehrskontrollen durch Polizeibeamten an beiden Ortsdurchfahrten in Lank und Nierst. Eine geeignete Beschilderung im Großraum des Autobahnkreuzes Strümp mit Hinweis auf die Zufahrt zum Hafen Krefeld über die Nordanbindung. Viertens die Erneuerung der Beschilderungen in Lank und Nierst. Dort sei die "vormals recht gute Beschilderung mit dem Hinweis auf das komplette Durchfahrtsverbot verschwunden". Die zwei neuen Tafeln seien irreführend. Außerdem fordern die Bürger Rückbaumaßnahmen im Verlauf der Uerdinger Straße, um den Lkw-Verkehr zu erschweren.

Franz-Josef Jürgens von der Bürgergemeinschaft Meerbusch-Nord hofft, dass sich nun schnell etwas ändert. "Nicht alles muss immer Wochen, Monate und Jahre dauern", sagt er. "Wir hoffen, dass die beteiligten Behörden nun endlich beherzt anpacken, unsere Forderungen zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger umsetzen und die bekannten Verkehrsprobleme lösen. "

(tak)