Camping in Meerbusch: Wohnmobil-Messe strahlt nach Meerbusch

Camping in Meerbusch: Wohnmobil-Messe strahlt nach Meerbusch

Der Campingplatz in Langst-Kierst ist während dem „Caravan Salon“ komplett ausgebucht. Viele Messebesucher ziehen es vor, in Meerbusch zu übernachten und mit der Rheinfähre nach Düsseldorf zu fahren.

Auf dem Messegelände im Düsseldorfer Norden trifft sich noch bis Sonntag die Wohnmobil-Branche, mehr als 230.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr zum „Caravan Salon“. Davon profitieren auch Meerbuscher, denn zahlreiche Besucher und Aussteller übernachten in Meerbusch. Auf dem Campingplatz am Rheinufer in Langst-Kierst ist in diesen Tagen besonders viel los: Der Platz ist komplett ausgebucht. 150 Stellplätze sind belegt.

Für Rainer Breitbach und seinen Partner Markus Brix, die beiden Betreiber vom Rheincamping Meerbusch, sind diese Tage die „heftigsten der Saison“. Ihr Tag beginnt um fünf Uhr morgens, mehrere hundert Brötchen werden dann  selbst gebacken. Die Sanitäranlagen werden in der Messezeit fast stündlich gereinigt – immerhin befinden sich einige hundert Menschen auf dem Platz. Mittags um zwölf ist täglich die große An- und Abreisewelle, 70 Wohnmobile verlassen an diesem Tag den Platz, „bis zum Abend sind wir dann wieder voll“, sagt Breitbach. Viele der Gäste sind Stammgäste. Sie kommen seit Jahren und aus der ganzen Welt nach Meerbusch.  Neuseeländer, Spanier, Niederländer, Engländer, Finnen und Schweden stehen hier. Selbst Besucher von den Fidschi-Inseln seien dieses Jahr gekommen, erzählt Breitbach.

Und obwohl die meisten Menschen beruflich unterwegs sind, herrscht doch irgendwie Urlaubsstimmung in Langst-Kierst. Der Großteil ist morgens mit der Fähre oder dem Fahrrad zum Messegelände gefahren, einige sitzen in Liegestühlen vor ihren Wohnmobilen. Der Rhein fließt ruhig dahin, es ist grün, die Sonne scheint. „Wir sind eben ein Campingplatz und kein Stellplatz“, sagt Breitbach. „Zu uns kommen die Leute, die den Messebesuch mit Entspannung und einem kleinen Kurzurlaub verbinden wollen.“ Deshalb sei es auch wichtig, dass abends auf dem Platz Ruhe einkehrt, die Wohnmobile nicht dicht an dicht aneinander stehen. „Jeder soll hier noch seine Privatsphäre haben“ – darauf legen Breitbach und Brix wert.

  • Meerbusch : Kinderkönigspaar grüßt Langst-Kierst

Metin Sentürk aus Konstanz schätzt das: Seit 15 Jahren kommt er mit seinem „Clouliner“ nach Langst-Kierst. Er besucht die Messe aus privatem Interesse. „Es ist viel schöner und ruhiger hier, und die Leute sind nett“, sagt er. Das Wohnmobil sei für ihn „fast das ganze Leben“. Einen anderen Urlaub kann er sich nicht mehr vorstellen.

Auch für Rainer Breitbach ist es jedes Jahr spannend, wenn die großen Caravans wieder auf den einen Kilometer langen Campinglatz rollen. Es sei ein klarer Trend zu erkennen, dass die Wohnmobile immer größer werden und auch Privatleute bereit seien, viel in die mobilen Ferienfahrzeuge zu investieren.  „Hier stehen wieder einige Millionen an Fahrzeugen“, sagt Breitbach. Ein besonderes Exemplar parkt direkt in der Nähe der Rezeption: Ein Luxus-Mobil von der Firma Volkner, laut Breitbach mit knapp einer Million eines der teuersten Wohnmobile überhaupt. Der Stammbesucher aus Hamburg kommt immer wieder nach Meerbusch. Sicherheit ist durch ständige Kameraüberwachung auf dem Platz gegeben.

Wenn die Messebesucher am Wochenende abreisen, wird es für Brix, Breitbach und das Rheincamping-Team wieder etwas ruhiger. Noch vier Wochen läuft die Saison. Dann wird der gesamte Platz abgeräumt – bis zum nächsten Jahr.

Mehr von RP ONLINE